Drittbestes Ergebnis im Katastrophenjahr

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Deutliche Spenden-Zuwächse: DAHW legt Jahresrechnung 2005 vor


(Würzburg, 26.06.06) Der Tsunami in Südostasien und die Erdbebenkatastrophe in Pakistan haben vergangenes Jahr in Deutschland zu einer ungewöhnlich großen Spendenbereitschaft geführt. Das spiegelt sich auch in den Erträgen der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) wider: "Im Jahr 2005 bekam die DAHW über 16,3 Mio. Euro an Spenden, Erbschaften, Nachlässen und Bußgeldern“, berichtet DAHW-Geschäftsführer Jürgen Hammelehle. "Das ist das drittbeste Ergebnis in der Geschichte der DAHW.“

Insgesamt stand ein Etat von 20,9 Mio. Euro zur Verfügung. Im Vergleich zum Jahr 2004 lagen die Spenden um zwei Millionen Euro höher. Zudem hat die DAHW ein deutliches Plus bei Erbschaften und Vermächtnissen: 0,8 Millionen Euro. Zusammengerechnet bedeutet das einen Zuwachs von 21 Prozent.

Für die Tsunami-Opfer gingen vergangenes Jahr bei der DAHW 1,5 Mio. Euro an Spenden ein. Für die Arbeit der DAHW in Pakistan nach dem Erdbeben wurden 2,4 Mio. Euro gespendet. Hier steht neben der allgemeinen Lepra- und TB-Arbeit nach der ersten Nothilfe im Norden des Landes der größte Teil der Wiederaufbauhilfe noch bevor.

"Der Einsatz für die Erdbeben- und Tsunami-Opfer macht die DAHW nicht zu einem Katastrophenhilfswerk“, unterstreicht DAHW-Geschäftsführer Jürgen Hammelehle. "Kern unserer Aufgaben bleibt die Hilfe für kranke Menschen. Aber wenn über Regionen, in denen wir bereits eine eigene Projektstruktur haben, eine Katastrophe hereinbricht, ist es unsere Pflicht und unser Wunsch, zu helfen.“

Die Katastrophenhilfe leistete die DAHW, ohne ihre Lepra- und Tuberkulosearbeit zu vernachlässigen. "Nicht nur die Nachhaltigkeit unserer medizinischen und sozialen Projekte war gesichert, wir konnten eingeschlagene Wege weitergehen und neue Akzente setzen“, so Hammelehle.

Unter anderem hat die DAHW im Jahr 2005 die Hilfe für HIV-infizierte TB-Kranke vorangetrieben, TB-Programme in Elendsvierteln aufgebaut und Lepradörfer aus der Isolation befreit. Insgesamt wurden 338 Projekte in 40 Ländern der "Dritten Welt“ unterstützt. Die Hilfe ist dringend notwendig: Noch immer leiden Millionen Menschen an den Folgen von Lepra oder sterben an Tuberkulose.

DAHW-Geschäftsführer Jürgen Hammelehle steht für Interviews zur Verfügung.

Kontakt zur DAHW-Pressestelle:

Renate Vacker, Telefon: 0931/ 7948-132, E-Mail: renate.vacker@dahw.de

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