Enten für den Prinz aus Äthiopien

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Dr. Asfa-Wossen Asserate

DAHW-Aktion in Balingen mit Prinz Asfa-Wossen Asserate


Die schwäbische Stadt Balingen wird am Wochenende ganz im Zeichen der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe stehen. Das traditionelle Entenrennen auf der Eyach wird wieder Tausende Menschen in die Stadt locken, und zusätzlich kommt ein leibhaftiger Prinz aus Äthiopien, der seine Ahnenlinie bis zum biblischen König David zurück verfolgt.

(Balingen / Würzburg, 23. Juni 2011). Dr. Asfa-Wossen Asserate lautet der bürgerliche Name des Prinzen, dessen Großonkel Kaiser Haile Selassie einst der DAHW das Land geschenkt hatte, auf dem das Hilfswerk mit Sitz in Würzburg das Leprahospital Bisidimo gebaut hat.

Nach Abschaffung der Monarchie 1974 musste der junge Prinz in Deutschland bleiben, wohin er zum Studium gekommen war. Seit 1981 besitzt Prinz Asfa-Wossen die deutsche Staatsbürgerschaft, ist promovierter Historiker und Autor der Bestseller „Manieren“ sowie „Draußen nur Kännchen“.

Am Samstag, 25. Juni wird Prinz Asfa-Wossen in der Stadthalle Balingen einen Vortrag halten. Titel der um 19 Uhr beginnenden Veranstaltung: „Afrika wohin? Was kann Entwicklungszusammenarbeit leisten?“

Am Sonntag, 26. Juni um 14 Uhr geht es dann los mit dem Entenrennen: Jeder Teilnehmer lässt eine Gummi-Ente in das Wasser der Eyach und hofft, dass seine Ente als erste das Ziel Flussabwärts erreichen wird.
Den gesamten Erlös wird die Aktionsgruppe um Dr. Reinhard Mayer und Margit Weinmann-Mayer für die Arbeit der DAHW in der äthiopischen Stadt Bisidimo spenden.

Das dortige Leprahospital, das die DAHW vor mehr als 50 Jahren gebaut hat, ist inzwischen ein allgemeines Krankenhaus, um das eine Stadt mit rund 10.000 Einwohnern gewachsen ist. Das Land, das der frühere Kaiser damals der DAHW geschenkt hatte, hat das Hilfswerk inzwischen wieder an den äthiopischen Staat zurück gegeben. Doch die Unterstützung für Bisidimo ist geblieben.