Hilfe für mehr als 700.000 Menschen

Jahresbericht 2010 der DAHW Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe

DAHW legt Jahresbericht 2010 vor: Zuwachs durch Pakistanspenden


Die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe hat im Jahr 2010 mehr als 500.000 Menschen in 28 Ländern medizinisch und sozial unterstützt. Darüber hinaus hat das Hilfswerk mehr als 200.000 Menschen in der Flutkatastrophe in Pakistan geholfen. Für ihre Arbeit in 256 Projekten weltweit standen der DAHW Spenden und Zuschüsse in Höhe mehr als 14,3 Millionen Euro (2009: 12,7 Mio. €) zur Verfügung. Das geht aus dem Jahresbericht 2010 hervor, den die DAHW jetzt vorgelegt hat.

(Würzburg / Münster, 11. August 2011). Mehr als 14,3 Millionen Euro hat die DAHW im Jahr 2010 an Spenden und Zuschüssen erhalten. Dies bedeutet eine Steigerung um 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Wir sind dankbar für das große Vertrauen, das Spender, Ehrenamtliche und Zuwendungsgeber und nicht zuletzt die Patienten in uns setzen“, erklärt DAHW-Geschäftsführer Burkard Kömm anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichts 2010. „Der Zuwachs ist vor allem auf die große Spendenbereitschaft für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan zurückzuführen“, so Kömm. Mit ihren Partnerinnen, den Ärztinnen Ruth Pfau und Christine Schmotzer, hat die DAHW Menschen, die durch die Wassermassen obdachlos geworden waren, mit Lebensmittelpaketen, Medikamenten, Zelten und Decken geholfen und sie beim Wiederaufbau unterstützt.

Im vergangenen Jahr hat die DAHW ihre Förderung für Menschen mit Behinderung ausgeweitet. So hat sie erstmals Wohnheime für ältere Menschen mit leprabedingten Behinderungen gebaut. Sie sind barrierefrei und bieten Zugang zu medizinischer Versorgung. In Äthiopien hat die DAHW in einem Pilotprojekt mehr als 2.000 Gesundheitshelferinnen und –helfer in der Früherkennung der Tuberkulose geschult. In einer der ärmsten Regionen des Landes hat diese Stärkung der Gesundheitsdienste bereits im ersten Jahr dazu geführt, die Quote der diagnostizierten Patienten deutlich zu erhöhen und damit mehr Erkrankten den Zugang zu Behandlung zu öffnen.

DAHW hilft Flutopfern in Pakistan

Im laufenden Jahr werden die Maßnahme zum Wiederaufbau nach der Flut in Pakistan fortgesetzt: So sind seit Jahresbeginn bereits 327 Häuser neu gebaut worden. In ihrer medizinischen Arbeit will die DAHW 2011 die Leprakontrolle stärken, indem sie die systematische Untersuchung von Kontaktpersonen neuer Leprapatienten ausweitet. Auch die Therapietreue von Patienten mit Tuberkulose soll erhöht werden. Sowohl bei der „normalen“ als auch bei der „multiresistenten“ Tuberkulose ist es wichtig, die mehrmonatige und nebenwirkungsreiche Antibiotika-Therapie konsequent zu Ende zu führen, um die Krankheit zu heilen. 


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