Kampf gegen TB: WHO bekräftigt DAHW-Strategie

Ein an Aids erkranktes Baby

TB und Aids sollten laut der Weltgesundheits-Organisation (WHO) gemeinsam behandelt werden.


(Würzburg. 11. 11. 2004) Die gemeinsame Bekämpfung von TB und Aids, die von der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) vorangetrieben wird, ist von der Weltgesundheits-Organisation (WHO) erneut als richtiger Weg bezeichnet worden.

Die STOP-TB-Arbeitsgruppe der WHO betonte vergangene Woche in Paris: Die herkömmlichen Projekte zur Bekämpfung von Tuberkulose reichen vor allem in Afrika nicht aus, um die Verbreitung der Lungenkrankheit aufzuhalten. Wegen der Immunschwäche Aids werden immer mehr Menschen anfällig für TB.

Thomas von Stamm, medizinischer Berater der DAHW und Mitglied der STOP-TB-Arbeitsgruppe der WHO, berichtet: "Die flächendeckende und kontrollierte TB-Behandlung ist zwar in vielen Ländern sehr gut etabliert worden, woran auch die DAHW einen wesentlichen Anteil hatte. Dennoch wächst die Zahl der Kranken noch immer um ein bis zwei Prozent im Jahr."

Die WHO spricht sich für eine Behandlung aus, wie sie unter anderem die DAHW in diesem Jahr in mehren Projekten in Afrika und Indien eingeführt hat: Die DAHW-Mitarbeiter bieten ihren TB-Patienten einen HIV-Test an. Außerdem klären sie nicht nur über die Lungenkrankheit, sondern gleichzeitig auch über die Gefahren von Aids auf. Die Patienten erfahren, wie die Ansteckungswege aussehen und welche Behandlungsmöglichkeiten es vor Ort gibt. So werden auch andere Menschen vor den beiden Krankheiten geschützt.

Nach Angaben der WHO ist TB die häufigste Todesursache bei Aids-Kranken: Jeder neunte fällt ihr zum Opfer. In einigen afrikanischen Ländern sogar jeder dritte. Insgesamt sterben jährlich drei Millionen Menschen an Aids. In den Ländern Afrikas, in denen die DAHW TB-Projekte unterstützt, sind meist mehr als die Hälfte aller TB-Patienten mit HIV infiziert.

Kontakt
Thorsten Beil, DAHW-Pressereferent, Tel.: 0931-7948-130
E-Mail: thorsten.beil@dahw.de

Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe wurde 1957 gegründet und hieß bis 2003 "Deutsches Aussätzigen-Hilfswerk". Die alte Abkürzung "DAHW" wird auch für den neuen Namen verwendet.

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