Manfred Göbel neuer Leiter der DAHW in Brasilien

Manfred G

Der gebürtige Eichstätter ist verantwortlich für die Hilfe von Kranken und Ausgestoßenen in sieben brasilianischen Bundesstaaten.


(Würzburg, 28.1.2005) Unermüdlich setzt er sich für Kranke, Behinderte und Ausgestoßene ein: Seit über 25 Jahren arbeitet Manfred Göbel in Brasilien für die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW). Wegen seiner Kompetenz und seiner Erfahrung wurde jetzt sein Verantwortungsbereich erweitert: Seit Januar ist er der neue DAHW-Repräsentant in dem größten südamerikanischen Land. Der gebürtige Eichstätter übernimmt die Leitung der gesamten Aktivitäten der Hilfsorganisation und stimmt die Zusammenarbeit mit den staatlichen Gesundheitsbehörden ab.

Zu seinen neuen Aufgaben als DAHW-Repräsentant gehört jetzt die Koordination aller DAHW-Projekte in den sieben Bundesstaaten, in denen die DAHW tätig ist. "Es ist eine Herausforderung, nun die Erfahrungen aus meiner jahrzehntelangen Feldarbeit in Gremien und gesundheitspolitischen Ausschüssen einzubringen", so Manfred Göbel.

Zuletzt koordinierte der gelernte Krankenpfleger Projekte in den Bundesstaaten Mato Grosso und Mato Grosso do Sul. Für seinen Einsatz wurde er zum Ehrenbürger von Mato Grosso ernannt. Der 51-Jährige ist immer wieder im Land unterwegs, um in den staatlichen Behandlungszentren Lepra- und TB-Arbeit zu verbessern. Von seinem Büro in Cuiabá aus beginnt er seine wochenlangen Inspektionsreisen.

Jährlich erkranken laut der Weltgesundheits-Organisation (WHO) über 40.000 Menschen in Brasilien an Lepra und sind von Behinderung und Ausgrenzung bedroht. Das Land weist die zweihöchste Lepra-Infektionsrate der Welt auf. Nur in Indien gibt es mehr Leprakranke.

Auch Tuberkulose ist ein großes Problem: In Brasilien erkranken jährlich über 110.000 Menschen an TB, Tausende sterben. Im vergangenen Jahr brachte die DAHW rund 600.000 Euro auf, um Kranken, Behinderten und Ausgestoßenen in Brasilien zu helfen.

-> Manfred Göbel im Porträt