Memento Preis

Memento-Preis-Preisträger

Der Juryvorsitzende Prof. S. Kaufmann und Dr. M. Gertler (Ärzte ohne Grenzen) freuen sich mit den diesjährigen Preisträgerinnen A. Hübinger, Prof. G. Bretzel, Dr. M. Beißner und K. Roth (v. l. n. r.). Foto: Sebastian Bolesch

Preisträger des Memento Forschungspreises 2014


(Würzburg, 4. Februar 2014). Die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe hat gemeinsam mit Ärzte ohne Grenzen sowie der BUKO Pharma-Kampagne in diesem Jahr erstmals den Memento Preis für vernachlässigte Krankheiten vergeben. Im Rahmen der Verleihung in der Hörsaalruine der Charité in Berlin nahmen die Preisträger die Auszeichnung persönlich entgegen.

Der Preis wurde in den Kategorien „Forschung und Entwicklung“ und „Politischer Wille“ vergeben und würdigt Aktivitäten und Forschungsarbeiten, die sich in verdienstvoller Weise der Bekämpfung von Krankheiten wie Dengue-Fieber, Tuberkulose oder Schlafkrankheit widmen, für die es keine hinreichenden Behandlungsmöglichkeiten gibt und in deren Erforschung kaum investiert wird.

Das Preisgeld des Memento Forschungspreises 2014 erhielten Prof. Dr. med. Gisela Bretzel und Dr. med. Marcus Beißner von der LMU München für ihre Forschung und praktische Umsetzung der Ergebnisse zu Lepra und Buruli-Ulkus. Die Politikerinnen Karin Roth (SPD) und Anette Hübinger (CDU, MdB) wurden für ihr Engagement für mehr öffentliche Forschungsförderung ausgezeichnet.

„Die Zusammenarbeit mit der DAHW in Togo ist für uns außerordentlich wichtig. Aufgrund des entwickelten Schnelltests gibt es eine sichere Diagnose schon nach zwei Tagen. Früher mussten die Proben ins Ausland geschickt werden und die Ergebnisse ließen Wochen auf sich warten“, betont Prof. Bretzel.

Der Memento Forschungspreis ist mit 5.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird von der Würzburger Hermann-Kober-Stiftung bereitgestellt. Zum Gedenken an den Mitbegründer der DAHW, der bis zu seinem Tod 1998 an der Spitze des Hilfswerks stand, wurde die Stiftung im Jahr 2007 gegründet. Es ist ihre Aufgabe, die medizinische und soziale Arbeit der DAHW dauerhaft zu sichern.

Der Jury gehörten Prof. Stefan Kaufmann (Direktor am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie), Prof. Quarraisha Abdool-Karim (Südafrika) und Dr. Sodiomon Sirima (Burkina Faso) an.

Informationen zur Hermann-Kober-Stiftung:

http://www.dahw.de/spenden/stiftung-stiftung-gruenden/hermann-kober-stiftung