Pakistan: DAHW leistet nach Erdbeben Nothilfe

P1010007_264

Zum Schutz vor Erfrierungen brauchen die Überlebenden vor allem Decken, Kleider und Zelte. Die DAHW ruft zu Spenden auf.


(Würzburg, 27.10.2005) Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) leistet in der Nordwest-Grenzregion Pakistans und in der pakistanischen Kaschmir-Region Soforthilfe für die Überlebenden. 100.000 Euro sind bereitgestellt.

Die Hilfsorganisation unterstützt seit Jahren zahlreiche Lepra- und TB-Projekte in den Katastrophengebieten: die Einrichtungen der Ordensfrauen und Ärztinnen Dr. Ruth Pfau und Dr. Chris Schmotzer. Mindestens 38 Gesundheitsstationen sind zerstört worden. In den Städten Balakot und Teshil sind die beiden von der DAHW unterstützten Lepra-Krankenhäuser eingestürzt. Mindestens sechs Patienten starben, zwanzig wurden verletzt.

Mit am schlimmsten betroffen ist offenbar auch die Stadt Bagh mit 500.000 Einwohnern. Die DAHW hat dort zahlreiche Behandlungszentren. Ein Kontakt zu den Projekten konnte wegen der zerstörten Telefonverbindungen bislang noch nicht hergestellt werden.

"Die Menschen in den betroffenen Regionen brauchen dringend unsere Hilfe“, betont Dr. Adolf Diefenhardt, Leiter der DAHW-Projektabteilung. "Zum Schutz vor Erfrierungen brauchen die Überlebenden vor allem Decken, Kleider und Zelte. Außerdem sind bislang nicht genügend Lebensmittel und Medikamente vorhanden.“

Ruth Pfau hilft vor Ort
Die berühmte Ordensfrau Dr. Ruth Pfau war während des Erdbebens in Kaschmir unterwegs zu Leprakranken. Sie hat das Erdbeben unverletzt überstanden und leistet jetzt Soforthilfe. "Ich zeige den Menschen, dass ich für sie da bin", teilte sie der DAHW in Würzburg mit. Sie konnte bereits die ersten Zelte, Medikamente und Lebensmittel an Not leidende Menschen verteilen. Ab Dienstag ist sie unterwegs nach Muzaffarabad.

Zur Soforthilfe und um den Wiederaufbau der zerstörten DAHW-Krankenhäuser zu gewährleisten, ruft die DAHW zu Spenden auf.