Pressemitteilung: Jahresbericht 2006

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Pressemitteilung: Jahresbericht 2006


(Bonn/ Würzburg, 10.08.2007) "Wenn wir die Rekordspenden für den Tsunami und das Erdbeben in Pakistan außer acht lassen, haben wir nur einen leichten Spendenrückgang zu verzeichnen“, bilanziert Jürgen Hammelehle das Jahr 2006. "Im vergangenen Jahr bekamen wir über 13 Millionen Euro an Spenden, Erbschaften, Nachlässen und Bußgeldern“, so der Geschäftsführer der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW). Im Jahr 2005 hatte die DAHW mehr als 17 Mio. Euro erhalten, davon rund vier Millionen Euro für humanitäre Hilfe.

Einen neuen Schwerpunkt legte die DAHW 2006 auf vernachlässigte Krankheiten wie Buruli Ulcer. "Hier leistet die DAHW Hilfe bei Krankheiten, die sonst kaum beachtet werden“, erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Karin Kortmann. Wird die Infektionskrankheit, die vor allem in sumpfigen Gebieten Afrikas vorkommt, zu spät erkannt, frisst sich der Erreger durch Gewebe, Knochen und Haut. Betroffen sind vor allem Kinder. Zur besseren Diagnose, Behandlung und Betreuung der Patienten fördert die DAHW eine Klinik in Togo und Aufklärungsmaßnahmen.

Die DAHW unterstützt in acht von 22 Schwerpunktländern nationale Programme zur Tuberkulosebekämpfung – weltweit werden 135 TB-Projekte gefördert. Dazu gehören auch patientennahe Gesundheitsdienste in großstädtischen Elendsvierteln und spezielle Programme für Menschen mit TB und HIV/Aids. Eine große Herausforderung wird in den kommenden Jahren die Bekämpfung der gegen die herkömmlichen Medikamente resistenten Tuberkulose. Die Behandlungskosten liegen bei 10.000 Euro pro Patient.

Insgesamt standen der DAHW im vergangenen Jahr 18,9 Millionen Euro zur Verfügung.  Für die Unterstützung der 320 Projekte in 36 Ländern wurden rund 14,8 Millionen Euro aufgewendet. Zwei Drittel der Projektmittel kamen der medizinischen Arbeit zugute, ein Drittel der Rehabilitation und Re-Integration ehemaliger Patienten.

Die DAHW wurde 1957 von Journalisten in Würzburg als Deutsches Aussätzigen-Hilfswerk gegründet. 2003 änderte die Organisation ihren Namen.

Seit Gründung hat die DAHW mehr als 2,1 Millionen neu entdeckten Leprakranken weltweit Zugang zu Behandlung ermöglicht. Seit Beginn der Bekämpfung der Tuberkulose 1990 erreichte sie mit ihren Programmen rund 3,9 Millionen Tuberkulosekranke. Insgesamt hat die DAHW seit Gründung 646,6 Millionen Euro erhalten.

DAHW-Spendenkonto 9696Sparkasse Mainfranken Würzburg BLZ 790 500 00

Kontakt: Renate Vacker, Pressesprecherin, Telefon: 0931.7948-132, mobil: 0160.97333570

Judith Vollmond, Telefon: 0931.7948-129; presse@dahw.de