Rund 13 Millionen Euro für Gesundheit in der "Dritten Welt"

DAHW-Vorstand verabschiedet Projektetat 2007


(Würzburg, 22.12.2006)  Der Vorstand der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) hat den Projektetat für das Jahr 2007 verabschiedet: Exakt 12.829.953 Euro sind für die medizinische und soziale Hilfe in der "Dritten Welt“ vorgesehen. Nach längerer Pause stellt die DAHW auch wieder Mittel für die Forschung bereit.

"Mit dem Geld unterstützen wir 301 Projekte in 34 Ländern“, berichtet DAHW-Geschäftsführer Jürgen Hammelehle. "Dazu gehören Krankenhäuser und mobile medizinische Dienste, die Ausbildung von Gesundheitspersonal und Selbsthilfemaßnahmen für Behinderte und Ausgestoßene. Bei dem Geld handelt es sich vor allem um Spenden.“

Für die Forschung bewilligte der Vorstand 120.000 Euro. Mit 60.000 Euro davon beteiligt sich die DAHW in Tansania an einer Studie des Missionsärztlichen Instituts Würzburg zur Verbesserung der TB/HIV-Behandlung. Da Tuberkulose die häufigste Infektion bei HIV-positiven Menschen ist, käme dies vielen Patienten zugute.  "Durch die Studie könnten die Behandlung vereinfacht, die Kosten reduziert und somit mehr Patienten erreicht werden“, sagt Jürgen Hammelehle.

Die DAHW hat mehrere ihrer Hilfsmaßnahmen zusammengefasst, so dass sich die Zahl ihrer Projekte im nächsten Jahr im Vergleich zu 2006 um 34 reduziert. Der größte Teil des Geldes ist für Afrika vorgesehen, knapp sieben Millionen Euro. Schwerpunktland bleibt Indien mit einem Etat von rund 1,7 Millionen Euro. Über 1,2 Millionen Euro entfallen auf Projekte in Lateinamerika.

Neben dem Eigenetat von rund 13 Millionen Euro stehen der DAHW auch Drittmittel, z.B. staatliche Zuwendungen, für ihre Hilfsmaßnahmen zur Verfügung: 2007 rund zwei Millionen Euro. "Die Drittmittel unterstreichen das Vertrauen in die seriöse Arbeit der DAHW“, betont Jürgen Hammelehle.

Die DAHW hilft seit 1957 Kranken und Ausgestoßenen in der "Dritten Welt“. Millionen Menschen leiden dort auch heute noch an den Folgen von Lepra oder sterben an Tuberkulose. Beide Krankheiten sind heilbar, wenn ärztliche Betreuung und Medikamente vorhanden sind. Ende der 1970-er Jahre hatte die DAHW maßgeblich dazu beigetragen, die heute von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Therapie zur Leprabehandlung zu entwickeln. Seit 2006 fördert die DAHW auch die Behandlung "vergessener“ Krankheiten wie Buruli Ulcer, Chagas-Krankheit und Leishmaniose.

DAHW-Geschäftsführer Jürgen Hammelehle und Dr. Adolf Diefenhardt, Leiter der Abteilung für medizinisch-soziale Projekte, stehen für Interviews zur Verfügung.

Kontakt: Renate Vacker / Judith Vollmond,
Telefon: 0931.7948-132/129, renate.vacker@dahw.de