Schüler sammeln für Bisidimo

Lehrerin Franziska Höfelein (2. von rechts) beim Basar in der Sparkasse

Adventsbasar des SFZ Würzburg in der Sparkasse


Die Kinder des Sonderpädagogischen Förderzentrums (SFZ) Würzburg sammeln in der kommenden Woche mit einem Adventsbasar Geld für ihre Partnerschule in Bisidimo. Mittwoch (27.) und Donnerstag (28.11.) verkaufen sie vorweihnachtliche Artikel, an denen sie oft monatelang selbst gebastelt haben. Der gesamte Erlös aus Verkauf und Spenden geht nach Äthiopien.

(Würzburg, 22. November 2013). Zwei Tage lang bieten die Schülerinnen und Schüler des SFZ ihre Waren in der Würzburger Hauptstelle der Sparkasse Mainfranken (Hofstrasse) an: Schmuck, Gewürzsalze, Socken, Pesto, Mützen, Gebäck, Schals und weitere Geschenkideen, alles selbst gebastelt oder gebacken.

Der gesamte Erlös aus Verkauf und Spendendosen geht an die Schule Gende Kore im äthiopischen Bisidimo, Partnerschule des SFZ Würzburg. Diese konnte schon viele Schulbänke, Tafeln und weiteres Schulmaterial dank der Unterstützung der SFZ-Schüler anschaffen.

Seit zehn Jahren unterstützt die Schule mit verschiedenen Aktionen ihre Partnerschule, in dieser Zeit sind mehr als 10.000 Euro zusammengekommen. Durch die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe, zu deren Projekt in Bisidimo die Schule gehört, bekommt das SFZ direkte Informationen, was mit dem Geld geschieht.

Wann immer Ato Ahmed Mohammed, Repräsentant der DAHW in Äthiopien, in Deutschland ist, lässt er sich einen Besuch im SFZ auch nicht nehmen. Durch ihn erfahren die Kinder aus erster Hand, wie es ihren Altersgenossen in Bisidimo geht und was ihre Hilfe bewirken konnte.

Bisidimo ist eine Kleinstadt im Osten Äthiopiens, einer der ärmsten Regionen dieses ohnehin armen Landes. Bis 1958 stand am Bisidimo-Fluss lediglich eine kleine Hütte, in der Leprakranke behandelt wurden, dann baute die DAHW an diesem Ort ein modernes Hospital. Heute hat die Stadt Bisidimo mehr als 10.000 Einwohner.

Die meisten Einwohner von Bisidimo wurden wegen ihrer Lepra-Erkrankung von ihren Dorfgemeinschaften verstoßen und sind als Patienten zum Hospital gekommen. Nach der erfolgreichen Behandlung haben sie sich im Umfeld des Hospitals angesiedelt, weil sie hier menschlich behandelt wurden.

Die DAHW setzt sich dafür ein, dass ehemalige Lepra-Patienten und ihre Familien die gleichen Chancen auf Bildung und Arbeit bekommen wie alle anderen Menschen.