Spannender Lepra-Fall in RTL Abendserie "Dr. House"

Am Dienstag 1. August ging es in der RTL-Serie "Dr. House" um einen 13jährigen Jungen, der sich mitten in Amerika mit Lepra infiziert hatte.


Am Dienstag dem 1. August ging es in der RTL-Serie "Dr. House“ (21.15 Uhr) um den spannenden Fall eines etwa 13jährigen Jungen, der sich mitten in Amerika mit Lepra infiziert hatte.

Der kauzige und grundsätzlich sarkastische Arzt Dr. House, und sein Team, können die rätselhaften Krankheitssymptome bei einem jungen Patienten zunächst nicht deuten.

Was sie nicht wissen: Der Vater des Jungen war früher 2 Jahre auf einem Selbsterfahrungstrip in Indien und hatte sich dort mit Lepra infiziert - ohne jedoch selber zu erkranken! Jahre später hat er dennoch seinen Sohn angesteckt. Weil er diesen Indienaufenthalt zunächst verschweigt, entwickeln die Ärzte erst sehr spät die Hypothese, der Junge könnte Lepra haben.

Durch erste Fehldiagnosen und Medikamentenverabreichung – u. a. eine Behandlung auf Anthrax - bricht das Immunsystem des Jungen zusammen. Erst nachdem es auch zu Lähmungserscheinungen in seiner Hand kommt, stellt der Serienstar Dr. House die für den europäischen oder amerikanischen Raum sehr ungewöhnliche Diagnose Lepra.

Mittels einer Computeranimation wird dann im Film der Kampf der Antikörper gegen die getöteten Lepraerreger im Inneren des Patienten gezeigt. Als rettende Maßnahme gegen den folgenden, schmerzhaften Entzündungsprozess wird dem Jungen im Film Thalidomid verschrieben. Richtigerweise wird im Film darauf hingewiesen, dass dieses Medikament niemals an Schwangere verabreicht werden darf, da es Mißbildungen auslöst.

Der gesamte Film zeichnet sich durch seine gute Hintergrundrecherche aus. Der Fall könnte real sein. Mediziner würden hier bei uns mit großer Wahrscheinlichkeit einen solchen Leprafall zunächst nicht diagnostizieren. Auch die entzündlichen Prozesse, die auf Grund von Autoimmunreaktionen entstehen können, sind ein medizinisches Problem. Im Film wird ebenfalls darauf hingewiesen, dass Lepra eine nur wenig ansteckende Krankheit ist. Und auch das Stigma "Lepra“, die Angst vor dem Aussatz wird thematisch einbezogen. So fragt der Junge ängstlich den Arzt, ob er denn jetzt, wo er Lepra habe, jemals wieder mit seinen Freunden spielen könne. Die Antwort könnte aus einer Lepra-Aufklärungskampagne stammen. "Nachdem Du die richtigen Antibiotika bekommen hast, kannst Du niemanden mehr anstecken“, so der einfühlsame Arzt am Krankenbett.

Auf dem neuesten Stand der Forschung ist auch die These, der Vater habe den Jungen anstecken können, obwohl er nie selber an Lepra erkrankt ist, also nur Träger des Lepraerregers ist.