Strom aus Kitzingen für DAHW in Togo

Solaranlage in Togo. Foto: DAHW

Arbeiten an der neuen Solaranlage in Togo. Foto: DAHW

Unternehmen aus Kitzingen spendet größte Solar-Anlage im Land. Die größte Solarstrom-Anlage Togos versorgt ab sofort das Buruli-Zentrum der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe in Togo mit Strom. Die Energie ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch verlässlich und durch große Akkus rund um die Uhr verfügbar. Die Anlage versorgt das gesamte Regionalkrankenhaus mit Strom und hat einen Gesamtwert von über 40.000 Euro. Ermöglicht wurde sie durch ein unterfränkisches Unternehmen.


(Kitzingen/Tsevié, 01. Juli 2015). Auf 625 Quadratmetern stehen 160 Solarmodule des Unternehmens Wengel & Dettelbacher in Kitzingen. In zwölf Akkus wird der Strom für die Nacht gespeichert. Damit hat das Hospital in Tzevié zu jeder Zeit Strom zur Verfügung, viele Bereiche können erstmals auch nach Sonnenuntergang arbeiten.

Franz Wiedemann, Repräsentant der DAHW in Togo, freut sich über diesen Fortschritt: "Wir waren bislang zwar an das öffentliche Stromnetz angeschlossen, jedoch war dies durchschnittlich 20 Stunden pro Tag abgeschaltet."

Da kam das Angebot des Kitzinger Unternehmens zur rechten Zeit: "Ich danke dem Unternehmen für diese tolle Spende, mit der wir jetzt wichtige Untersuchungen dann vornehmen können, wenn sie notwendig sind. Ohne das Engagement der Familien Wengel und Dettelbacher sowie aller Mitarbeiter im Unternehmen wäre dies nicht möglich."

Günter Wengel, Geschäftsführer von Wengel & Dettelbacher, spendet bereits seit vielen Jahren für die Arbeit der DAHW. Als er nach einem geplatzten Auftrag die vielen Solarmodule in seinem Lager sah, kam ihm die Idee, damit doch ein DAHW-Hilfsprojekt versorgen zu können. Fortan hat er diese und weitere Module, die nicht benötigt wurden, in einem Überseecontainer gelagert.

Fast drei Jahre lang wurde gesammelt, geplant, gearbeitet und immer wieder improvisiert. "Es gab ja kein Vergleichsprojekt", so der Chef von fast 40 Mitarbeitern zu der langen Planungszeit: "Unsere Anlagen sind darauf ausgerichtet, an ein öffentliches Netz angeschlossen zu werden. In Togo war dies nicht möglich, wir mussten so viel ändern und neue Teile installieren."

So kam zu dem ursprünglichen Wert der Module von rund 20.000 Euro nochmals die gleiche Summe für zusätzliche, dringend benötigte Teile – die Arbeitszeit gar nicht eingerechnet. Sophia Wengel, Tochter des Chefs, zur Motivation: "Wenn sich aus unserem eigenen Tun ein so großer Erfolg erzielen lässt, dass es uns und unserer Familie gut geht, dann kann man den Erfolg gerne teilen und auch den Menschen die es dringend benötigen, das Leben etwas leichter machen."

Die DAHW dankt allen Beteiligten für die Realisierung dieser Solar-Anlage.