Nachlassabwicklung ganz praktisch

DAHW-Finanzvorstand Peter Hofmann und DAHW-Mitarbeiterin Nicole Hohmann

Nicole Hohmann und Peter Hofmann kümmern sich für die DAHW kompetent um Ihr Erbe und Ihren Nachlass. Foto: DAHW

Häufig gestellte Fragen


Wie kann ich ein Testament verfassen, wenn ich doch gar nicht weiß, wie viel Geld ich im Alter noch brauche? Kann ich bestimmen, wofür die DAHW mein Erbe verwendet? Und wie wird mein Nachlass abgewickelt? DAHW Finanzvorstand Peter Hofmann, Dipl. Betriebswirt, und Nicole Hohmann, Volljuristin und Leiterin der Abteilung Verwaltung, Finanzen und Controlling, beantworten die am häufi gsten an uns gestellten Fragen.

Ist es sinnvoll, ein Testament zu machen, wenn man eigentlich nicht absehen kann, wie viel Geld man noch im Alter zum Leben und ggf. auch für Pflege benötigen wird?

Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, ein Testament zu errichten, weil man dadurch regelt, was mit dem hinterlassenen Vermögen geschehen soll. Bis zum Zeitpunkt des Erbfalles kann der Erblasser trotzdem uneingeschränkt über sein Vermögen verfügen, also etwa sein Geld für den Alterswohnsitz oder die Pflege verwenden. Denn vererbt wird nur das, was am Ende an Vermögen übrig bleibt. Außerdem kann das Testament jederzeit wieder geändert, widerrufen oder ganz aufgehoben werden.

Wenn ich die DAHW als Erbe einsetze, kann ich dann als Erblasser bestimmen, wofür sie meine vererbten Mittel verwenden soll?

Das ist möglich. Im Rahmen der satzungsgemäßen Aufgaben der DAHW können Sie Ihr Erbe oder Ihr Vermächtnis mit einer Zweckbindung versehen, etwa vorschreiben, dass das Geld in einem bestimmten Land oder für einen bestimmten Arbeitsbereich verwendet wird. Da aber zwischen der Errichtung des Testaments und dem Erbfall Jahre oder Jahrzehnte vergehen können, macht es Sinn, Ihre Wünsche zu Lebzeiten zu besprechen.

Grundsätzlich setzt die DAHW mit Ihrer Hilfe dort an, wo die Not am größten ist. Testamente die keine Zweckbindung enthalten, ermöglichen uns den fl exiblen und unkomplizierten Einsatz der Mittel.

Kann ich der DAHW auch Wertgegenstände (z.B. Gemälde, Schmuck, Münzsammlung etc.), Wertpapiere, ein Haus oder ein Grundstück vermachen?

Das ist jederzeit möglich. Allerdings ist es dann wichtig, diese Gegenstände genau und eindeutig im Testament zu bezeichnen. Denn was ist bei der Formulierung „mein gesamtes Bargeld erhält die DAHW“ eigentlich gemeint? Das Geld im Geldbeutel, das zu Hause aufbewahrte Haushaltsgeld, das Geld auf dem Girokonto oder auch Wertpapiere und Aktien im Depot? Sie sehen, eine eindeutige Bezeichnung hilft, Unstimmigkeiten zu vermeiden.

Und wie hat man sich eine Nachlassabwicklung in der Praxis vorzustellen?

Die DAHW hält sich genau an die im Testament vorgegebenen Anweisungen, etwa dass der Neffe X die Münzsammlung erhalten soll oder die Nichte Y den Schmuck. Werden uns Häuser oder Wohnungen vererbt, kümmern wir uns um die Haushaltsauflösungen und den Verkauf der Immobilie. Da die DAHW aber Ihre Wünsche nicht kennen kann, ist es wichtig, dass Sie diese im Testament ausführlich festlegen. Die DAHW wird dann Ihre Anliegen entsprechendumsetzen.

Wie erfährt die DAHW davon, dass sie in einem Testament begünstigt worden ist?

Normalerweise sollte man sein Testament so aufbewahren, dass es im Ernstfall auch tatsächlich gefunden wird. Der Finder ist gesetzlich verpfl ichtet, das Testament ungeöffnet beim zuständigen Nachlassgericht abzuliefern.

Oft erfährt die DAHW also erst durch die Mitteilung des Nachlassgerichts, dass sie Erbe oder Miterbe geworden ist. In der Zwischenzeit können wir uns dann nicht um den Nachlass kümmern, weil wir vom Erbfall bis dahin keine Kenntnis hatten. Günstiger wäre es, wenn die DAHW von der Erbeinsetzung bereits bei Erstellung des Testaments erfahren würde, z.B. durch Überlassung einer Kopie des Testaments.

Oder Sie beauftragen eine Person Ihres Vertrauens damit, die DAHW im Todesfall umgehend zu benachrichtigen.

Wo sollte mein Testament am besten aufbewahrt werden?

Wenn Sie sicherstellen möchten, dass das Testament rechtzeitig aufgefunden wird, besteht die Möglichkeit, es zu Lebzeiten beim Nachlassgericht zur Aufbewahrung einzureichen. Diese amtliche Verwahrung ist übrigens auch bei einem selbstgeschriebenen Testament möglich.

Es ist immer dann sinnvoll, einen Notar oder Rechtsanwalt hinzuzuziehen, wenn es um größere Vermögen oder um mehrere Erben geht. So werden Sie juristisch beraten und rechtssichere sowie eindeutige Formulierungen sind gewährleistet.


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