Wie Sie die gesetzliche Erbfolge ändern können

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Zum Wohle der Menschen, die Ihnen lieb sind


Durch ein Testament oder einen Erbvertrag können Sie andere als die in der gesetzlichen Erbfolge festgelegten Personen als Erben einsetzen.

Bitte beachten Sie das sogenannte Pflichtteilsrecht. Es garantiert allen Ihren Abkömmlingen, Ihrem Ehegatten beziehungsweise eingetragenen Lebenspartner sowie Ihren noch lebenden Eltern – nicht aber Ihren Geschwistern – einen Geldanspruch in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils, wenn Sie diese durch eine Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausschließen.

Ansonsten gilt der Grundsatz der „Testierfreiheit“, das heißt, Sie können Ihr Vermögen frei nach Ihrem eigenen Willen verteilen und etwa Ihre Freunde zu Ihren Erben bestimmen.

Oder Sie können eine gemeinnützige Organisation wie die DAHW bedenken, und so Ihr Vermögen nach dem Tod zum Wohle vieler Menschen für einen guten Zweck einsetzen – dies übrigens ohne steuerliche Abzüge, denn gemeinnützige, mildtätige Organisationen wie die DAHW sind von der Erbschaftsteuer befreit.

Für kompliziertere Nachlassregelungen:

Der Erbvertrag

Sie können anstelle eines Testamentes auch eine letztwillige Verfügung in Form eines Erbvertrages treffen. Dieser empfiehlt sich stets dann, wenn die Erbschaft mit der Übernahme bestimmter Pflichten oder aber anderen Verträge verbunden werden soll.

Solch ein Erbvertrag muss immer vor einem Notar geschlossen werden. Kraft seiner Natur als Vertrag wird der Erbvertrag grundsätzlich mit einer weiteren oder mehreren Personen geschlossen und entfaltet Bindungswirkung, während das Testament vom Erblasser allein abgefasst (und auch widerrufen) werden kann.

Die wichtigsten Regeln:

Ein gültiges Testament errichten

Damit ein Testament gültig ist, müssen die gesetzlichen Mindestvoraussetzungen beachtet werden.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Das eigenhändige Testament
Sie können ein Testament durch eine vollständig eigenhändig geschriebene (keine Schreibmaschine, keinen PC-Ausdruck, keine Blindenschrift) und von Ihnen persönlich unterschriebene Erklärung erstellen. Geben Sie an, wann und wo (Datum und Ort) Sie das Testament erstellt haben. Unterschreiben Sie es mit Vor- und Zunamen.

2. Das notarielle Testament
Sie können Ihr Testament auch erstellen, indem Sie Ihren letzten Willen mündlich gegenüber einem Notar erklären oder diesem schriftlich überreichen. Dies bietet sich an, wenn Sie zur eigenhändigen Errichtung nicht in der Lage sind und/oder inhaltlicher Klärungsbedarf besteht.

Für die Beratung und Errichtung eines notariellen Testamentes wird eine vom Wert des Nachlasses abhängige Gebühr erhoben. Seit 1. Januar 2012 wird die amtliche Verwahrung von Testamenten und Erbverträgen im Zentralen Testamentsregister der Bundesnotarkammer erfasst. Für die Eintragung im Zentralen Testamentsregister wird eine Gebühr in Höhe von 15 Euro je Registrierung erhoben.


Tipp

Ein notarielles Testament bietet eine fachkundigen Beratung und damit ein Höchstmaß an Rechtssicherheit. Ferner ersetzt es Ihren Erben den gebührenpflichtigen Erbschein (amtliche Urkunde des Nachlassgerichtes, die feststellt, wer Erbe ist), dessen Erteilung Kosten verursacht und sich mitunter sehr lange hinziehen kann. Der Notar erteilt allerdings keine steuerrechtliche Beratung.

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