Lepra - Forschung der DAHW
Informationen und Hintergründe - Welt-Lepra-Tag 2010
Lepra ist immer noch weitgehend unerforscht – für Krankheiten der Armut gibt es keinen Markt, mit dem Unternehmen die Kosten für die Forschung refinanzieren könnten. Daher unterstützt die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) in diesem Jahr einige – wenn auch kleinere – Forschungsprojekte mit insgesamt 176.704 Euro.
Die Ergebnisse können in einigen Jahren dazu beitragen, die Hilfe für Leprapatienten noch effektiver zu gestalten. Insgesamt unterstützt die DAHW in diesem Jahr elf Forschungsprojekte, davon vier zu Tuberkulose und sechs zu Lepra.
Bangladesch |
|
|
|
Volumen: 40.000 Euro |
|
Die Ausgangslage: Trotz der großen Erfolge der Chemotherapie (MDT – Multi-Drug-Therapy) bei der Behandlung von Leprapatienten ist immer noch ungeklärt, warum die Übertragung der Krankheitserreger nicht gestoppt werden kann. Möglicherweise gibt es sogar „Silent Transmitters“ – also Menschen, die aufgrund einer genetischen Immunität selbst nicht erkranken, die Bakterien jedoch weiter verbreiten können. |
|
Brasilien |
|
|
Volumen: 5.386 Euro |
![]() |
|
Die Ausgangslage: Der brasilianische Bundesstaat Mato Grosso ist aufgrund von Goldfunden das Ziel zahlreicher armer Wanderarbeiter aus dem ganzen Land. Dies könnte eine mögliche Ursache sein für die relativ hohe Zahl an Leprapatienten in diesem Bundesstaat. |
|
Äthiopien |
|
|
Volumen: 45.378 Euro |
![]() |
|
Die Ausgangslage: Im Gegensatz zur Ko-Infektion TB/HIV ist kaum etwas über die Zusammenwirkung einer HIV-Infektion bei Leprapatienten bekannt. Die Auswirkungen einer Lepra/HIV-Ko-Infektion sind ebenso unerforscht wie mögliche Konsequenzen für die Behandlung. |
|
Brasilien |
|
|
|
Volumen: 24.000 Euro Partner: Instituto Lauro de Souza Lima Leitung: Dr. Jaison Barreto Ergebnisse:voraussichtlich 2010 |
|
Die Ausgangslage: Viele Patienten der schweren Lepraform („Multi-bazilläre Lepra“) erleiden Rückfälle oder stecken sich erneut mit der Krankheit an. In einigen Fällen entwickeln die Lepra-Bakterien auch Resistenzen gegen die Behandlung mit den Standard-Medikamenten. |
|
Bitte helfen Sie.
Ihre Spende ist in guten Händen - Jetzt Spenden







