Lepra - weitgehend unerforscht

Lepra: Verstuemmelungen bedeuten Ausgrenzung

Die Krankheit Lepra - Welt-Lepra-Tag 2010


Lepra ist eine Infektionskrankheit und wird durch das Mycobacterium leprae übertragen. Dieser Erreger befällt die Haut und das Nervensystem, die betroffenen Stellen werden taub und gefühllos.

Lepra ist mit einer Kombination aus drei Antibiotika in sechs bis zwölf Monaten vollständig heilbar. Bereits vorhandene Verstümmelungen oder Behinderungen bleiben allerdings und müssen durch wiederherstellende Operationen korrigiert werden, sofern dies möglich ist.

Wussten Sie schon, dass…

  • Leprapatienten selbst nach ihrer vollständigen medizinischen Heilung von ihrem Umfeld weiterhin als „Kranke“ bezeichnet werden, und
  • es diese Diskriminierung bei keiner anderen Krankheit gibt?
  • ca. 90% aller Menschen weltweit genetisch immun gegen Lepra sind, und
  • auch diese Menschen als „Stille Überträger“ („Silent Transmitters“) das Bakterium tragen und weiter verbreiten können?
  • jeder zehnte neue Leprapatient ein Kind ist?
  • im Jahr 2010 mehrere Hunderttausend Menschen neu an Lepra erkranken, viele aber nicht offiziell registriert werden und deshalb keinen Zugang zu Medikamenten haben?
  • Lepra eine Inkubationszeit von wenigen Monaten bis zu 30 Jahren hat?
  • mehr als 10% aller Patienten so spät entdeckt werden, dass sie bereits körperliche Schädigungen haben, und daher
  • rund vier Millionen Menschen Behinderungen durch Lepra haben?
  • die meisten Patienten in Brasilien und Indien leben?
  • Lepra heilbar ist, sofern es medizinische Mitarbeiter für die Diagnose auch in den entlegensten Dörfern gibt und auch noch die richtigen Medikamente zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein können?
  • diese Voraussetzungen pro Patient durchschnittlich 50 Euro kosten

Bitte helfen Sie.

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