Spenden für ein Leben ohne Lepra

Alltag mit Hindernissen

Lepra zerstört Nerven und damit die Motorik der Patienten. Foto: Jochen Hövekenmeier / DAHW

Informationen und Hintergründe zum Welt-Lepra-Tag


Am 30. Januar 1948 wurde Mahatma Gandhi ermordet. Dieser große Mann hat nicht nur die englische Besatzung Indiens überwunden, sondern auch die „Unbe­rührbarkeit“ von Leprakranken: „Fürsorge für Leprakranke schafft nicht nur mit medizinischen Mitteln Linderung. Sie verwandelt frustrierenden Alltag in erfülltes Dasein, persönlichen Ehrgeiz in selbstlosen Dienst."

Zu Gandhis sechstem Todestag 1954 rief der französische Jurist und Lepra-Aktivist Raoul Follereau den ersten Welt-Lepra-Tag aus: zu Ehren von Mahatma Gandhi immer am letzten Sonntag im Januar.

Inzwischen ist der Welt-Lepra-Tag ein internationaler Gedenktag und wird am 30. Januar 2011 zum 58. Mal begangen. In vielen Entwicklungsländern ist er zu einer festen Institution geworden: Mit großen Volksfesten feiern die Menschen die bisherigen Erfolge im Kampf gegen Lepra.

Spenden für ein Leben ohne Lepra

Die Behandlung eines Leprapatienten kostet rund 50 Euro – doch damit allein ist den meisten Patienten nicht geholfen. Immer noch gibt es jahrtausendealte Vor­urteile, werden von Lepra betroffene Menschen ausgestoßen – selbst nach ihrer Heilung oder wenn sie selbst gar nicht erkrankt waren, sondern lediglich ein Fa­milienmitglied. Die typischen Beeinträchtigungen an Händen und Füßen behin­dern nicht nur bei der täglichen Arbeit, sie sind oft genug auch Anlass für ein an­dauerndes Ausgrenzen aus dem Alltagsleben.

Am Welt-Lepra-Tag 2011 erinnert die DAHW besonders an die weltweite Diskri­minierung der durch Lepra behinderten Menschen. Auch heute noch gehört Lep­ra in vielen Ländern zum Alltag, jährlich erkranken Hunderttausende neu, und bis zu vier Millionen Menschen leben mit Behinderungen durch diese Krankheit.

In den Projekten der DAHW wird daher ganzheitlich gearbeitet: neben der medi­zinischen Behandlung ist die Rückkehr in den Alltag eine wichtige Säule. Ehema­lige Leprapatienten bekommen Möglichkeiten, ihren eigenen Lebensunterhalt durch Arbeit selbst bestreiten zu können. Ohne Unterstützung ist dies für die meisten Patienten unmöglich, und ohne Spenden kann die DAHW diese Unter­stützung nicht leisten.


Welt-Lepra-Tag 30. Januar 2011 - Lepra früher behandeln!
Pressemitteilung - Welt-Lepra-Tag mahnt Kampf gegen Diskriminierung an

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