Fluthilfe Pakistan

Überschwemmungen bei der Flut in Pakistan

Die Flutkatastrophe in Pakistan und ihre Folgen


Die Flutkatastrophe in Pakistan begann als Monsunregen. Noch im Juli 2010 deutete nichts auf die dramatischen Folgen hin. Doch der Regen hörte nicht auf. In den tiefen und engen Schluchten der hohen Gebirge rissen die Wassermassen alles mit, was sich ihnen in den Weg gestellt hatte: Brücken, Straßen und Häuser.

Die Dämme brachen und eine Fläche halb so groß wie Deutschland stand unter Wasser. Mehr als 20 Millionen Menschen mussten vor der Flut fliehen, die Ernte wurde fast komplett vernichtet und viele Häuser zerstört. In den riesigen Flüchtlingsströmen gab es viele Patienten, die aktuell wegen Lepra oder TB in Behandlung waren.

Direkt nach den ersten Meldungen über die Ausmaße dieser Flut lief erste Hilfe an. Die beiden Partnerorganisationen der DAHW, das MALC (Dr. Ruth Pfau) und das ALP (Dr. Chris Schmotzer) verfügten insgesamt über mehr als 250 Mitarbeiter in allen Regionen des Landes und konnten so eine dezentrale Verteilung der Hilfsgüter sicherstellen.

Die Flut machte Millionen Menschen obdachlos

Die Flut machte Millionen Menschen obdachlos. Foto: DAHW

Sobald die Wassermassen etwas wichen, kehrten die ersten Familien in ihre Dörfer zurück. Was sie vorfanden, waren Ruinen und Schlamm. Die plötzliche Obdachlosigkeit, die Armut, die vielen Krankheiten und der Hunger - die Folgen einer solchen Flut sind nahezu unvorstellbar. Im ganzen Land wurden die Lebensmittel knapp und die Preise explodierten innerhalb kürzester Zeit, weil der Nachschub vernichtet wurde.

Als sei dies nicht genug, gab es aus den Regionen Sindh und Punjab im September 2011 Meldungen von neuen Überschwemmungen, bei denen erneut 500.000 Familien fliehen mussten. Viele Häuser und Felder wurden zerstört.

Die Teams der DAHW-Partner standen sowohl bei der Soforthilfe als auch beim Wiederaufbau vor gewaltigen Herausforderungen. In einem Land, das stets mit der Gefahr von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Erdbeben lebt, achtet die DAHW mit ihren Partnern deshalb vor allem darauf, dass die Wiederaufbaumaßnahmen nachhaltig gestaltet werden, sodass die Menschen diesen Gefahren beim nächsten Mal trotzen können.


Weitere Informationen

Soforthilfe und Wiederaufbauphase 1
Mit Unterstützung der DAHW, Caritas Österreich und weiteren Gebern konnten das MALC und ALP sofort Hilfe leisten. "Ein erster Nothilfeplan griff schon nach 24 Stunden", sagt DAHW-Referent Ernst Hisch.

Wiederaufbauphase 2
Die Weiterführung der Unterstützung ist noch längst nicht abgeschlossen. Die zweite Phase begann am 1. September 2012 und dauert 36 Monate.

Die Geschichte einer pakistanischen Familie
Wie zahlreiche Familien in Pakistan wird auch die Familie von Redi Gul, einem einfachen Ladenbesitzer und Familienvater, über Nacht obdachlos. Ein Portrait.

Ihre Hilfe hat Erfolg - die Zahlen
Rechenschaftsbericht: Die Einnahmen und Ausgaben für Soforthilfe und Wiederaufbau

Die DAHW in Pakistan
Seit vielen Jahrzehnten fördert die DAHW Gesundheitsprojekte in Pakistan.

Archiv
Artikel-Sammlung zur Flutkatastrophe in Pakistan