Fluthilfe Pakistan

Erneute Überschwemmung in Pakistan

Viele Familien sind wieder auf der Flucht. Nur ein paaar Habseligkeiten konnten sie retten.

Informationen zur Fluthilfe in Pakistan


Überschwemmungen in Pakistan

Aus den Regionen Sindh und Punjab gab es erst im September 2011 Meldungen von neuen Überschwemmungen. Eine Fläche größer als Hessen war betroffen. Rund 500.000 Familien mussten fliehen. Viele Häuser und Felder wurden zerstört.

Dabei sind die DAHW-Partner MALC (Dr. Ruth Pfau) und ALP (Dr. Chris Schmotzer) noch mitten im Wiederaufbau nach der Flut von 2010. Sie achten auch darauf, die neuen Häuser vor Hochwasser zu schützen, indem sie bewußt auf höheres Niveau und mit verstärktem Fundament bauen.

Gleichzeitig muss die alltägliche Arbeit weiter gehen: die Lepra- und TB-Kontrollprogramme. Patienten müssen ihre Medikamente bekommen, Sputum-Proben müssen genommen und im Labor untersucht werden.

Die Teams der DAHW-Partner stehen weiterhin vor den schwierigen Herausforderungen des Wiederaufbaus.

Spenden Sie für die Flutopfer in Pakistan

Spendenkonto 9696 Stichwort „Fluthilfe“
Sparkasse Mainfranken Würzburg
BLZ 790 500 00


Rückblick

Nichts deutete im Juli 2010 darauf hin, dass der Monsunregen in Pakistan in diesem Jahr so dramatische Folgen haben könnte. Doch der Regen hörte nicht auf.

In den tiefen und engen Schluchten der hohen Gebirge rissen die Wassermassen alles mit, was sich ihnen in den Weg gestellt hatte: Brücken, Straßen und Häuser. Die Dämme brachen und eine Fläche halb so groß wie Deutschland stand unter Wasser. Mehr als 20 Mio. Menschen mussten vor der Flut fliehen, die Ernte wurde fast komplett vernichtet und viele Häuser zerstört.

Schon seit vielen Jahren arbeitet die DAHW in Pakistan mit ihren Partnern Dr. Ruth Pfau (MALC, Karachi) und Dr. Christine Schmotzer (ALP, Rawalpindi) zusammen. Die beiden Ärztinnen und Ordensfrauen sind mit ihren Teams über das Land hinweg vernetzt und konnten so die Verteilung der Hilfsgüter sicherstellen.

Bei allen Aktivitäten haben die DAHW- Partner ein besonderes Augenmerk auf die Menschen gelegt, die selbst unter normalen Bedingungen benachteiligt sind: Menschen mit Behinderungen oder stigmatisierenden Erkrankungen wie Lepra und TB.

In den Flüchtlingslagern haben die DAHW-Partner 6.787 Lebensmittelpakete mit Wochenrationen an Familien verteilt. Dazu kamen 1.059 Zelte, Kleidung für 839 und Kochutensilien für 876 Familien etc. Dort wurden die Menschen rund um die Uhr medizinisch betreut.

Die Dörfer in den Bergen von Kalam waren per Straße nicht zu erreichen.So haben die DAHW-Partner weitere 10.000 Familien-Lebensmittelpakete per Hubschrauber eingeflogen.

Sobald die Wassermassen etwas wichen, kehrten die ersten Familien in ihre Dörfer zurück. Doch was sie vorfanden, waren meist Ruinen. Die DAHW und ihre österreichischen Caritas-Partner halfen: 300 Familien erhielten für die Übergangszeit nochmals Zelte, Decken und Nahrung. Außerdem verteilten sie an 303 Familien Saatgut und Dünger. Der Wiederaufbau ist ein langwieriger Prozess. So ist das Wasser im Süden nur sehr langsam abgeflossen und im Norden hat der Winter schon im Oktober eingesetzt, was gerade den Fortschritt der Baumaßnahmen einschränkte.

Aus den Spendengeldern, die für den Wiederaufbau eingegangen sind, hat die DAHW deshalb einen Pakistan-Fonds in den Rücklagen gebildet. Damit können die Partner vor Ort in den nächsten Jahren alle notwendigen Hilfsmaßnahmen und Projekte finanzieren.

Die DAHW dankt allen, die für die Fluthilfe gespendet haben. Insgesamt kamen im letzten Jahr 3.912.352 Euro zusammen. Bislang konnten wir  mehr als 200.000 Menschen helfen. 

"Das Bewusstsein für Naturkatastrophen hat zugenommen"
Ein Jahr nach der Flut: Interview mit Dr.Christine Schmotzer

Bündnis Entwicklung Hilft
Rechenschaftsbericht: Ein Jahr nach der Flut

Pakistan - Interview mit Dr. Tariq
Wiederaufbau geht voran


Erste Ernte frühestens im April
Pressemitteilung vom 23.12.2010 

DAHW als Partner von Bündnis Entwicklung Hilft (BEH) mit erster Bilanz
Pressemitteilung vom 06.11.2010 

Jahresbericht 2009 - Hilfe für mehr als 500.000 Menschen
Pressemitteilung vom 05.10.2010

Wintereinbruch erschwert Hilfe für Flutopfer
Pressemitteilung vom 21.09.2010

Zwei deutsche Ärztinnen helfen in Pakistan
Pressemitteilung vom 10.09.2010

Deutsche Ärztinnen leisten Flutopfern in Pakistan Hilfe
Pressemitteilung vom 06.09.2010 

Fluthilfe: 150.000 Flutopfer ohne Versorgung
Pressemitteilung vom 03.09.2010 

Pakistan: Die Hilfe wird immer schwieriger
Pressemitteilung vom 02.09.2010

Pakistan: Der Regen hört nicht auf
Pressemitteilung vom 27.08.2010

Fluthilfe: DAHW dankt für Vertrauen
Pressemitteilung vom 24.08.2010

Riesige Flüchtlingstrecks in Pakistan
Pressemitteilung vom 17.08.2010 

Zwei weitere Flutwellen erwartet 
Pressemitteilung vom 13.08.2010 

Preise sind um 400 Prozent gestiegen
Pressemitteilung vom 13.08.2010 

Gesten der Menschlichkeit sind jetzt gefragt
Pressemitteilung vom 12.08.2010 

Anhaltender Regen - wachsende Verzweiflung
Pressemitteilung vom 09.08.2010 

10.000 Menschen mit dem Nötigsten versorgt
Pressemitteilung vom 06.08.2010

Schlimmste Flut in der Geschichte Pakistans
Pressemitteilung vom 06.08.2010

DAHW ruft zu Spenden für Flutopfer auf
Pressemitteilung vom 03.08.2010 


Mediathek

Erste Bilder der deutschen Ärztinnen in Pakistan
Bildergalerie

ZDF-Beiträge: Das ZDF begleitet Dr. Ruth Pfau in Pakistan
Bericht über die Arbeit von Dr. Ruth Pfau vor Ort 

Ruth Pfau im Interview
(Programmausschnitt des Bayerischen Rundfunks Studio Mainfranken)

Abendschau - Bayerisches Fernsehen - Hilfe für Pakistan
Ernst Hisch, Projektreferent für Pakistan im Interview, 20. August 2010

Würzburger Hilfe für Flutopfer in Pakistan
TV-Touring berichtet über die Fluthilfe. Renate Vacker im Interview zur Situation in Pakistan

Ein Flüchlingslager nahe Karachi

Fotos zur Flutkatastrophe
Bildergalerie


Hintergründe und Informationen

Zu Besuch bei Dr. Ruth Pfau der Mutter der Leprakranken
DAHW-Geschäftsführer besucht Dr. Pfau und ihr Team in Pakistan

MALC in Pakistan - landesweite Lepra-Arbeit
MALC das Leprahospital

Interview mit Dr. Chris Schmotzer
Seit 1988 ist Dr. Chris Schmotzer in Pakistan tätig

Hospital Rawalpindi - Pakistan
Zufluchtsort vieler TB-Patienten

Den Tod vor Augen
Reportage: Eine ganze Familie von Tuberkulose bedroht

Ein Chance für Hanna
In Pakistan ist die multiresistente Tuberkulose auf dem Vormarsch


Spenden Sie für die Flutopfer in Pakistan

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Wir möchten all denen herzlich danken, die unsere Hilfsmaßnahmen bereits mit einer Spende unterstützt haben. So konnten unsere Partner vor Ort gleich von Anfang an bei der Flutkatastrophe helfen. 

Die DAHW fördert seit fünf Jahrzehnten medizinisch-soziale Projekte in Pakistan. Mit ihren Partnern Mary Adelaide Leprosy Centre (MALC) in Karachi, gegründet von Dr. Ruth Pfau, und Aid to Leprosy Patients (ALP) in Rawalpindi, geleitet von Dr. Christine Schmotzer, hat sie u.a. bei dem großen Erdbeben 2005 Soforthilfe und Hilfe beim Wiederaufbau geleistet.