Äthiopien

Allgemeine Informationen

Fläche: 1.127.127 km²
Einwohnerzahl: 96,5 Mio.
Durchschnittliche Lebenserwartung: 64,1
Pro Kopf Einkommen: 573 USD/Jahr
Human Development Index (HDI): Rang 174/188

Neuerkrankungen LepraNeuerkrankungen TB
2014: 3.7582014: 200.000
2015: 3.9702015: 191.000

Tätigkeit der DAHW seit 1957

Bisidimo war das erste Hilfsprojekt der DAHW, hier wurde ab 1957 ein Lepra-Hospital für die Menschen im zentralen Osten Äthiopiens nahe der Stadt Harer gebaut. Das neue Hospital am Bisidimo River war von Beginn an Dreh- und Angelpunkt der Lepra-Arbeit, aus dem ganzen Land strömten an Lepra erkrankte Menschen dort hin.

Viele haben sich nach ihrer Behandlung dort angesiedelt, weil sie aus ihren Dörfern verstoßen wurden. Der dadurch entstandene Ort Bisidimo hat heute mehr als 10.000 Einwohner. Inzwischen ist Bisidimo ein allgemeines Krankenhaus, das die gesamte Region medizinisch versorgt und weiterhin Referenzhospital für Lepra.

Seit 1996 arbeitet die DAHW auch verstärkt für an Tuberkulose erkrankte Menschen.

Aktuelles

Die DAHW und ihre Partner unterstützen rund 50.000 Menschen mit Spätfolgen der Lepra. Darüber hinaus haben sich fast 20.000 Menschen mit Behinderung in Selbsthilfegruppen organisiert und erhalten ebenfalls Unterstützung. Ein wichtiger Partner ist das Nationale Kontrollprogramm für Lepra und TB. Mit diesem unterstützt die DAHW die Aus- und Weiterbildung von medizinischem Personal in den Gesundheitsposten. Ziel ist besonders eine verbesserte Früherkennung von Lepra und TB, da bei einer späten Diagnose die Betroffenen selbst mit schweren Schädigungen rechnen müssen und viele weitere Menschen anstecken, meist im familiären Umfeld. Gemeinsam mit weiteren ILEP-Partnern unterstützt die DAHW das All Africa Leprosy Tuberculosis and Rehabilitation Training Centre (ALERT) in Addis Abeba. Dort werden Mitarbeiter aus vielen Ländern für die Lepra- und TB-Arbeit ausgebildet. Ato Ahmed Mohammed, Leiter des DAHW-Büros in Addis Abeba, ist zugleich Regionalrepräsentant der DAHW für Ostafrika und Arabien.

GesamtInvestitionen

Abgerechnet 2016: 829.555,56 Euro
Geplant 2017: 713.365 Euro

Warten auf die Zuteilung der Nahrungsmittel und Hilfsgüter.
Warten auf die Zuteilung der Nahrungsmittel und Hilfsgüter.
Foto: DAHW

Dürre in Ostafrika 2016/17

Derzeit leidet der größte Teil Ostafrikas unter einer Dürre, als Folgen sind viele Nutztiere verendet und Ernten ausgeblieben. In und um Bisidimo finanziert die DAHW aktuell Lebensmittelhilfen für 800 Familien. In der Gambela-Region im Westen arbeitet die DAHW in fünf riesigen Flüchtlingslagern, in denen fast 300.000 südsudanesische Flüchtlinge leben. Neben den Untersuchungen auf Lepra und TB versorgt die DAHW hier fast 400 TB/HIV-Patienten mit spezieller, lebenswichtiger Nahrung.

Die Investitionen setzen sich zusammen aus den Mitteln von Partner und anderen Gebern, sowie unseren eigenen. Diese Geber sind z.B. Global Fund, Misereor, Kindermissionswerk, Fondation Follereau Luxembourg (FFL) und Likvidace Lepry, etc.
Die genauen Daten werden noch berechnet und eingestellt.