Jemen

Allgemeine Informationen

Fläche: 527.970 km²
Einwohnerzahl: 25,0 Millionen
Durchschnittliche Lebenserwartung: 63,8
Pro Kopf Einkommen: 1.408 USD/Jahr
Human Development Index (HDI): Rang 160/188

Lepra-FälleTuberkulose-Fälle
2013: 3832013: 12.000
2014: 4132014: 13.000

Tätigkeit der DAHW seit 1989

Von Taiz aus hatte die DAHW bereits von 1965 bis 1976 einzelne Aktivitäten für an Lepra erkrankte Menschen unterstützt. Seit 1989 gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem nationalen Lepra-Kontrollprogramm, das die Lepra-Arbeit im gesamten Land organisiert. Die DAHW hat in Taiz den Aufbau eines dermatologischen Krankenhauses maßgeblich unterstützt. Seither koordiniert Dr. Yasin Al-Qubati von hier aus die Arbeit für von Lepra betroffene Menschen. 

Aktuelles

Die Versorgung von rund 400 Menschen mit Spätfolgen aufgrund von Lepra und das Training von medizinischem Personal aus Gesundheitseinrichtungen im gesamten Land sind die zentralen Aufgaben der DAHW in Jemen. Durch die schwach ausgeprägten staatlichen Strukturen müssen Dr. Yasin Al-Qubati und seine Mitarbeiter dafür durch das gesamte Land reisen, auch die gesamte Logistik für Diagnose und Therapie von Lepra-Patienten musste die DAHW übernehmen.

Die sehr instabile politische Lage ist auch eine der größten Herausforderungen der Arbeit. Schon mehrfach sind das Büro der DAHW und Dr. Al-Qubati selbst Opfer von Überfällen geworden. Die DAHW ist die einzige Organisation im Land mit fachlicher Expertise für Lepra.

Aktuelle Situation Mai 2015

Der Krieg zwischen den durch Iran unterstützten Huthi-Rebellen und der durch Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Armee hat sämtliche Programme und Projekte zum Erliegen gebracht. Das Krankenhaus in Taiz ist mit der Versorgung der zahlreichen Verwundeten überlastet, ein weiteres, in Bau befindliches Hospital, wurde durch Raketenbeschuss stark beschädigt und wird in absehbarer Zeit nicht fertiggestellt werden können.

Das Lepra-Kontrollprogramm und das Büro der DAHW sind aufgrund der Kriegswirren geschlossen. Dr. Al-Qubati hat Material und Fahrzeuge rechtzeitig in Sicherheit gebracht sowie die Mitarbeiter nach Hause geschickt, sofern sie ihm nicht freiwillig bei der medizinischen Versorgung von Kriegsopfern oder bei der Lebensmittelversorgung in durch den Krieg unterversorgten Dörfern helfen.

Anfang des Jahres 2016 hat Dr. Al-Qubati eine Meerwasser-Entsalzungsanlage auf einer Insel aufgestellt, mit der die dort lebenden Menschen erstmals seit langer Zeit wieder mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Die Anlage war vom Auswärtigen Amt nach Jemen geschickt worden und dort in den Wirren des Konflikts verschwunden, Dr. Al-Qubati hatte sie im Zuge seiner Hilfsmaßnahmen im Hafen von Aden entdeckt. 

GesamtINVESTITIONEN

Abgerechnet 2015: 182.981,45 Euro
Geplant 2016: 127.000,00 Euro


Die Investitionen setzen sich zusammen aus den Mitteln von Partner und anderen Gebern, sowie unseren eigenen. Diese Geber sind z.B. Global Fund, Misereor, Kindermissionswerk, Fondation Follereau Luxembourg (FFL) und Likvidace Lepry, etc. Die genauen Daten werden noch berechnet und eingestellt.

Food and Supplies are given out to people in Yemen