Seit seine Frau Patientin in Abakaliki ist, einem von der DAHW unterstützen
Krankenhaus, hat dieser Mann Hoffnung, dass sie wieder gesund wird.
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Krankenhaus, hat dieser Mann Hoffnung, dass sie wieder gesund wird.
Foto: Jochen Hövekenmeier / DAHW

Tuberkulose wird nicht ohne Grund als „Krankheit der Armut“ bezeichnet. Vielfach wird der allgemeine sozioökonomische Fortschritt mit entsprechenden Ernährungsgewohnheiten und Wohnverhältnissen als entscheidender Faktor für die Prävention der Tuberkulose angesehen.

Sicherlich spielen diese Faktoren eine große Rolle, zumal er sich jeglichem Einflussbereich medizinischer Interventionen entzieht. Wichtigste Maßnahme zur Expositionsprophylaxe, also zur nicht-medikamentösen Vorbeugung, und zur frühzeitigen Unterbrechung der Übertragungskette ist das rasche Auffinden und der zügige Beginn einer sachgerechten Therapie der Patienten, besonders derjenigen mit positivem Sputum-Test) – man nennt dies auch das „early casefinding and treatment“. 

Vorbeugung durch Medikamente

In mehreren Studien wurde die Wirksamkeit der medikamentösen Prophylaxe mit Isoniazid bei Haushaltskontakten und gerade bei Kindern, die im Haushalt von Erkrankten mit positivem Sputum-Test leben, nachgewiesen.

Auch senkt die prophylaktische Gabe von Isoniazid die Erkrankungsrate an Tuberkulose unter HIV-positiven Patienten mit positivem Tuberkulintest. Ungeklärt ist allerdings die Frage, inwieweit ein solches Vorgehen auf breiter Basis zur Ausbreitung von Isoniazid-Resistenzen führt. Betont sei schließlich, dass die in den Tropen nach wie vor (für Kinder) empfehlenswerte Bacille Calmette-Guérin-Impfung (BCG) nicht die Infektion mit und Erkrankung an der Tuberkulose verhindert, sondern hauptsächlich schweren Verlaufsformen (Miliartuberkulose, Meningitis) vorbeugt. Ihre Auswirkung auf die Transmission ist somit minimal.