Mitbegründer und langjährige Spitze der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe

Hermann Kober, Mitbegründer der DAHW

Hermann Kober wurde am 19. Oktober 1924 in Zell am Main geboren. Nach dem Studium der Philosophie, Psychologie und Germanistik trat er beim „Fränkischen Volksblatt“ als Redakteur ein; später war er bis zu seiner Pensionierung im Januar 1989 dessen Chefredakteur.

Der Bericht des Journalisten Graf Magnis und eines Theologiestudenten über ihre Äthiopienreise, auf welcher sie den Lepraarzt Dr. Antoine Féron kennenlernten, führte zur Gründung des Deutschen Aussätzigen-Hilfswerks. Hermann Kober und seine Frau Irene waren Mitbegründer.

Als Journalist hatte Hermann Kober sofort die Brisanz der Berichte eines Berufskollegen über dessen Eindrücke in einer äthiopischen Leprastation; als Christ fühlte er sich durch die Schilderungen vor allem aber zu persönlicher Tat gedrängt. Er war der erste Schatzmeister des Vereins.

 Von Beginn an machte es sich Hermann Kober zur Aufgabe, „den Verlassenen und Ausgestoßenen zu helfen, diese einst so gefürchtete und fürchterliche Krankheit, den Aussatz, die Lepra, zu heilen, das Tabu zu brechen und den Kranken, den Geheilten und Behinderten wieder zu einem normalen Leben zu verhelfen“, wie er es selbst formulierte.

30 Jahre lang war Hermann Kober ehrenamtliches geschäftsführendes Vorstandsmitglied, ab 1994 Präsident des DAHW, das inzwischen längst sein Domizil in Würzburg hatte, aber das Wohnzimmer der Kobers in der Zeller Hauptstraße 136 ist die heimliche Zentrale geblieben. Aus dem „Aussätzigen-Hilfswerk Dr. Feron“ wurde das „Deutsche Aussätzigen Hilfswerk“ DAHW und später die Deutsche Lepra-und Tuberkulose Hilfe, ein internationales Hilfswerk. Hermann Kober, zuletzt 16 Jahre lang Chefredakteur der Würzburger Tageszeitung „Fränkisches Volksblatt“ ist 1998 im Alter von 74 Jahren gestorben.

Zum Gedenken an Hermann Kober gründete die DAHW an ihrem 50. Geburtstag, dem 18. Januar 2007, die Hermann-Kober-Stiftung. Sie ist dem Vermächtnis von Hermann Kober gewidmet. Es ist ihre Aufgabe, die medizinische und soziale Arbeit der DAHW dauerhaft zu sichern.