Größte Solarstrom-Anlage Togos kommt aus Kitzingen

Die Solarstrom-Anlage in Togo wird aufgebaut. Foto: DAHW

Die erfolgreiche Installation der Solaranlage in Togo. Foto: DAHW

Auf 625 Quadratmetern stehen 160 Solarmodule des Unternehmens Wengel & Dettelbacher in Kitzingen. In zwölf Akkus wird der Strom für die Nacht gespeichert. Die größte Solarstrom-Anlage Togos versorgt ab sofort das Buruli-Zentrum der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe in Tsevié mit Strom.


(Kitzingen/Tsevié, 01. Dezember 2015). Die Anlage wurde von einem Kitzinger Unternehmen gespendet. Damit hat das Hospital in Tsevié zu jeder Zeit Strom zur Verfügung, viele Bereiche können erstmals auch nach Sonnenuntergang arbeiten.

Die Energie ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch verlässlich und durch große Akkus rund um die Uhr verfügbar. Die Anlage versorgt das gesamte Regionalkrankenhaus mit Strom und hat einen Gesamtwert von über 40.000 Euro.

Franz Wiedemann, Repräsentant der DAHW in Togo, freut sich über diesen Fortschritt: "Wir waren bislang zwar an das öffentliche Stromnetz angeschlossen, jedoch war dies durchschnittlich 20 Stunden pro Tag abgeschaltet."

Da kam das Angebot des Kitzinger Unternehmens zur rechten Zeit: "Ich danke dem Unternehmen für diese tolle Spende, mit der wir jetzt wichtige Untersuchungen dann vornehmen können, wenn sie notwendig sind. Ohne das Engagement der Familien Wengel und Dettelbacher sowie aller Mitarbeiter im Unternehmen wäre dies nicht möglich."

Günter Wengel, Geschäftsführer von Wengel & Dettelbacher, spendet bereits seit vielen Jahren für die Arbeit der DAHW. Als er nach einem geplatzten Auftrag die vielen Solarmodule in seinem Lager sah, kam ihm die Idee, damit doch ein DAHW-Hilfsprojekt versorgen zu können. Fortan hat er diese und weitere Module, die nicht benötigt wurden, in einem Überseecontainer gelagert.

Fast drei Jahre lang wurde gesammelt, geplant, gearbeitet und immer wieder improvisiert. "Es gab ja kein Vergleichsprojekt", so der Chef von fast 40 Mitarbeitern zu der langen Planungszeit: "Unsere Anlagen sind darauf ausgerichtet, an ein öffentliches Netz angeschlossen zu werden. In Togo war dies nicht möglich, wir mussten so viel ändern und neue Teile installieren."

So kam zu dem ursprünglichen Wert der Module von rund 20.000 Euro nochmals die gleiche Summe für zusätzliche, dringend benötigte Teilen – die Arbeitszeit gar nicht eingerechnet. Sophia Wengel, Tochter des Chefs, zur Motivation: "Wenn sich aus unserem eigenen Tun ein so großer Erfolg erzielen lässt, dass es uns und unserer Familie gut geht, dann kann man den Erfolg gerne teilen und auch den Menschen die es dringend benötigen, das Leben etwas leichter machen."