Rimparer Unternehmen hilft bei Diagnose

Scheckübergabe iisy AG

v.l.n.r. Nikola Freygang, Referentin bei der DAHW, Burkard Kömm Geschäftsführer der DAHW, Thomas Unglert, Geschäftsführer und Gründer der iisy AG und Elke Nann, Leiterin Marketing.

iisy AG unterstützt Arbeit der DAHW in West Bengal


Fast 10 Mio. Menschen sind im Jahr 2008 an Tuberkulose erkrankt, für jeden fünften Patienten verlief die Krankheit tödlich. Besonders betroffen ist  der indische Bundesstaat West Bengal: In den Slums der Millionenstadt Kolkata sind rund 3% aller Einwohner an TB erkrankt. Daher hat die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) dort neue Wege erforscht.

(Würzburg, im Februar 2010). Das Prinzip klingt so einfach wie ungewöhnlich: In den Armutsgebieten Indiens bieten „Quacks“ bislang die einzige medizinische Hilfe, die für die meisten Einwohner bezahlbar ist. Ohne medizinische Ausbildung, dafür aber mit Kenntnissen der ayurvedischen Heilmethoden sind die Quacks bei ernsthaften Erkrankungen wie Tuberkulose natürlich überfordert.

Seit drei Jahren kooperiert die DAHW mit diesen Quacks: Diese schicken Patienten mit Verdacht auf TB in die Behandlungszentren der DAHW und ihrer Partner, im Gegenzug erhalten sie ein kleines Honorar sowie Aus- und Weiterbildung.

Gesundheitsmitarbeiter der DAHW betreuen die Quacks und sorgen mit ihren Kontrollbesuchen auch für die Einhaltung der Standards, die bei der Bekämpfung von Tuberkulose dringend erforderlich sind. So werden medizinische Laien durch eine systematische Aus- und Weiterbildung zu wichtigen Pfeilern der Diagnose.

Parallelen zu Diagnose-Systemen der iisy AG

„Unser Diagnose-System der Quacks und Gesundheitsmitarbeiter ist eigentlich genau so aufgebaut wie das System der iisy AG für technische Diagnosen“, so DAHW-Geschäftsführer Burkard Kömm bei der Übergabe des Schecks. Mit der Spende von genau 2.010 Euro können 40 TB-Patienten eine lebensrettende Behandlung bekommen – ohne Behandlung stirbt jeder zweite Patient.

iisy-Vorstand Thomas Unglert erklärte dazu: „Wir sind in Europa erfolgreich mit Diagnose-Systemen für technische Hotlines. Durch standardisierte Programme aus gezielten Fragen können selbst Laien nach kurzer Ausbildung die richtige Diagnose bei technischen Problemen liefern. Wir waren erstaunt, dass dies auch bei medizinischen Problemen möglich ist und freuen uns, gerade dieses Projekt unterstützen zu können.“

„Spenden statt Geschenke“ für Kunden der iisy AG

Für die Unterstützung dieses Hilfsprojekts hat das Unternehmen auf die üblichen Weihnachtsgeschenke für Kunden und Lieferanten verzichtet. Das eingesparte Geld ging jetzt in das DAHW-Projekt nach West-Bengal.

„Es gibt mehr als genug Unternehmen, die vor Weihnachten Kalender, Kugelschreiber oder andere Geschenke verteilen, die sich in vielen Büros bereits stapeln“, so Unglert, der das Unternehmen 1996 selbst gegründet hat: „Dass unsere Entscheidung richtig war, diesen Etat lieber für einen guten Zweck zu spenden, haben uns die vielen positiven Rückmeldungen bewiesen.“

Das Unternehmen hat diese Form der Weihnachtsgeschenke bereits vor einigen Jahren eingeführt, in diesem Jahr ging das Geld erstmals an das Hilfsprojekt der DAHW in West-Bengal.

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