Research

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Medikamente allein helfen nicht

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Lepra, Tuberkulose, Buruli Ulcer, Schistosomiasis ... Die Krankheiten, die von der DAHW weltweit bekämpft werden, sind eigentlich heilbar und fordern dennoch Jahr für Jahr Millionen Todesopfer.

Man schätzt, dass über 1 Milliarde Menschen von armutsbedingten und vernachlässigten Krankheiten wie den genannten bedroht sind und in der Folge Behinderung, Ausgrenzung und den Tod fürchten müssen.

Um diese Menschen langfristig vor einer Erkrankung zu schützen, braucht es:

  • wirksame, verträgliche und bezahlbare Medikamente und Impfstoffe
  • geeignete Behandlungsprogramme und eine medizinische Versorgung, die für alle zugänglich sind
  • sektorübergreifende Maßnahmen, um Ansteckung und Ausbreitung nachhaltig zu verhindern
  • den Abbau von Barrieren – physische, aber auch psychische, beispielsweise aufgrund von Stigmatisierung und Diskriminierung von Betroffenen
  • die Einbeziehung der sog. sozialen Determinanten, die entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit eines Menschen haben.

Dafür bedarf es jedoch umfassender(er) Forschungsprojekte, für die es allerdings an Mitteln fehlt, denn die sog. Armutskrankheiten sind vor allem in Ländern des Globalen Südens verbreitet und werden von der Forschung in den reicheren Industriestaaten oft vernachlässigt.

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Aktuelle Forschungsprojekte der DAHW

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Heute liegen die Schwerpunkte der DAHW in der biomedizinischen, operationellen und sozialmedizinischen Forschung zur Diagnostik, Behandlung und Prävention von Lepra, Buruli Ulcer und anderen vernachlässigten Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases, NTDs) sowie von Tuberkulose.

Aktuell (Stand Juni 2021) setzt die DAHW 23 Forschungsprojekte in Äthiopien, Bolivien, Indien, Kenia, Kolumbien, Nigeria, Pakistan, Senegal, Sierra Leone, Tansania, Uganda und Mosambique um. 21 werden über den DAHW-Sonderetat für Forschung finanziert, ein Forschungsprojekte in Kooperation mit der Internationalen Lepra-Forschungsinitative ("Leprosy Research Initiative", LRI) und eines mit Mitteln der "European and Developing Countries Clinical Trials Partnership" (EDCTP) und der LRI.