Leishmaniose

Die Leishmaniosen sind eine Gruppe von Krankheiten, die durch Protozoen-Parasiten (Einzellige Lebewesen) von mehr als 20 Leishmania-Arten verursacht werden.

Diese Parasiten werden durch den Biss der infizierten weiblichen Sandmücke, einem winzigen, nur 2-3 mm langen Insekt, auf den Menschen übertragen. Es gibt drei Hauptformen der Leishmaniose: kutan (Haut), viszeral oder kala-azar (Organe) und mukokutan (Schleimhäute).

Die meisten Menschen, die mit dem Parasiten infiziert sind, entwickeln in ihrem Leben keinerlei Symptome. Daher bezieht sich der Begriff Leishmaniose auf die Tatsache, dass man aufgrund einer Leishmania-Infektion erkrankt, und nicht auf die bloße Tatsache, dass man sich mit dem Parasiten infiziert hat.

(Quelle: WHO)

Was ist Leishmaniose?

Die Hautleishmaniose ist in Deutschland eher unter dem Namen Orientbeule bekannt. Die Krankheit ist besonders in warmen Gegenden verbreitet, sie kommt in Asien, Südamerika und dem Orient und im Mittelmehrraum vor. Es handelt sich dabei um eine Infektion mit Parasiten, den Leishmanien.

Wie bekommt man Leishmaniose?

Die Leishmanien werden durch den Biss der sehr kleinen, nur etwa 2mm großen Sandmücke übertragen. Häufig betroffen sind das Gesicht, die Arme oder Beine, da diese nicht von Kleidung bedeckt sind. Je nachdem welche Art der Leishmanien übertragen wurde, kann es zu einer Erkrankung der Haut, der Schleimhäute oder der inneren Organe kommen.

Wie ist der Verlauf der Krankheit?

Wenigen Wochen nach der Übertragung kommt es rund um die Bissstelle zunächst zu einer Rötung und Schwellung der Haut. Im weiteren Krankheitsverlauf entstehen juckende Knötchen die sich zu mehrere Zentimeter großen, schmerzlosen Geschwüren entwickeln können. In der Mitte des Geschwürs kann das Gewebe zerfallen und absterben. Wenn es nicht durch Verunreinigung zu einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien kommt, heilen die Wunden oft von selbst innerhalb eines Jahres. Ärzte können die Heilung der Wunden durch Vereisung oder eine Hitzebehandlung der Wundränder unterstützen. Alternativ können die Parasiten mit einem in die Wundränder gespritzten Medikament abgetötet werden. Ohne Therapie hinterlassen die Wunden bei der Heilung oft große, hässliche und entstellende Narben, die nicht selten zur Stigmatisierung der betroffenen Menschen führen.

Wie sieht die Behandlung aus?

Wenn es nicht durch Verunreinigung zu einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien kommt, heilen die Wunden oft von selbst innerhalb eines Jahres, doch es bleiben oft große, hässliche und entstellende Narben zurück. Ärzte können zur besseren Heilung der Wunden durch thermische Verfahren oder ein in die Wundränder gespritztes Medikament beitragen.

Eine Krankheit der Armut?

Erkrankte werden ausgegrenzt und finden keine Arbeit oder keine Ehepartner, betroffene Kinder können manchmal nicht die Schule besuchen. Dies ist ein wesentlicher Grund, warum diese Krankheit mit Armut assoziiert ist.

 

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