In großer Dankbarkeit denke ich an die 60 Jahre DAHW-Arbeit. In besonderer Erinnerung ist mir, dass uns als Personen, aber auch als Verein und dann als Hilfswerk ein so großes Vertrauen geschenkt wurde. Wusste doch keiner – weder von uns, noch von den Spendern – vor den Begegnungen in Äthiopien, dass es überhaupt noch die Krankheit Lepra und damit auch Leprakranke gibt.

Ich möchte allen Spenderinnen und Spendern und vor allem allen ehrenamtlich Tätigen für ihre treue und ihre nachhaltige Unterstützung von Herzen danken. Denn nur durch diese Unterstützung, durch dieses Engagement war es möglich, dass über die DAHW Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfl eger entsandt werden konnten.
Segensreich für viele tausende Menschen wirkten diese medizinischen Fachkräfte. So war der Einsatz gegen Lepra – später auch gegen Tuberkulose und andere Krankheiten – möglich. Die Erfolge in vielen, vielen Ländern und den Projekten dort sind das Ergebnis aller. Der Menschen, die der DAHW vertrauten und ihr die Spendengelder übergaben, derer die in der Zentrale für die Rahmenbedingungen und die Planungen Sorge trugen und jener, die in den Ländern die Umsetzung der Programme verantworteten.

Einweihung des Lepra-Zentrums „Dr. Feron“ in Äthiopien
Einweihung des Lepra-Zentrums „Dr. Feron“ in Äthiopien
Foto: DAHW

Genau jenen gilt mein ganz besonderer Dank. Jenen, die als einheimische Fachkräfte, sei es im medizinischen Bereich oder auch in der Projektverwaltung, die sich vor Ort mit Hingabe und aufopferungsvoll für die Menschen eingesetzt haben. Die den Kranken nicht ausgeblendet, sondern in den Blick genommen haben, denn nur durch eine solche Grundhaltung und Einsatzbereitschaft waren die Erfolge vor Ort möglich.

Noch heute erfüllt mich mit Freude, dass die Voraussicht der Verantwortlichen zur Gründung eines europäischen Netzwerkes der Leprahilfswerke geführt hat, welches sich später in ein weltweites – die heute noch existierende ILEP – Netzwerk weiterentwickelt hat.

Die Beteiligung der DAHW an der Forschung war und ist für mich ein Leuchtturm der Arbeit. Die DAHW war an der Entwicklung der Therapie zur Leprabekämpfung aktiv beteiligt. Das Ergebnis dieser Forschung war am Ende die Behandlungstherapie, die diese schreckliche Krankheit endlich auch heilen konnte.

So denke ich mit großer Dankbarkeit an 60 Jahre DAHW-Arbeit und sage allen von Herzen Dank für jedweden Einsatz für das Hilfswerk, welches ich – vor 60 Jahren – mit aus der Taufe heben durfte.

Mit Dankbarkeit im Herzen Ihre

Irene Kober