April 2018

Sie gehörten zu den rund 20 Millionen vom Hungertod bedrohten Menschen am Horn von Afrika. Das war im März 2017, auf dem Höhepunkt einer schier unglaublichen Hungerkatastrophe. DAHW-Mitarbeiter berichteten von leeren Märkten in Dörfern und Städten. Lebensmittel gab es nur zu horrenden Preisen. Für viele Betroffene wurden sie damit unerschwinglich. Deshalb flohen viele Menschen vor aufgeflammten Bürgerkriegen und in der Hoffnung, in den Nachbarländern Lebensmittel zu bekommen. Leidtragende waren wie meist Frauen und Kinder.

Flüchtlingslager gab und gibt es auch in den DAHW-Partnerländern Uganda und Äthiopien. In Uganda allein kamen im Februar über 50.000 Frauen und Kinder aus dem Südsudan an. Flüchtlingslager heißt auch immer, dass Epidemien drohen. In Äthiopien führt die DAHW in Flüchtlingslager TB-Behandlungen und Prävention durch, zudem für 1050 von der Dürre betroffene Menschen mit Behinderung und ältere Menschen (75 % von Lepra betroffen), Nahrungsmittelhilfe.

Gemeinsam mit ihren Partnern hatte die DAHW unter anderem auch einen Transport mit Hilfsgütern organisiert. Die Fahrt war nicht einfach aber schließlich ist der LKW doch bei den Hungernden angekommen. Mit dieser Lieferung konnten rund 5.000 Menschen drei Monate lang versorgt werden, darunter fast 1.500 Schulkinder. Mitarbeiter der DAHW und ihre Partner kümmerten sich vor Ort um die gerechte Verteilung der Lebensmittel.

Weitere Projekte sollen dazu beitragen, die wirtschaftliche Marginalisierung und Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderungen und ihren jungen Familienangehörigen in fünf Großstädten der Region Amhara (Äthiopien) zu verringern. Hier geht es um die Qualifizierung und Unterstützung von Unternehmensgründungen. Die Menschen erhalten eine Ausbildung und oft auch eine Vermittlung von Beschäftigungen.

Hier gibt es mehr zu
Humanitäre Hilfe

Weitere Berichte und Texte: