November 2018

Es war Liebe auf den ersten Blick: Perumal und Pavayee. Einst vor 30 Jahren. Beide waren und sind immer noch von Lepra gezeichnet. Ihre Vergangenheit hat sie umso mehr zusammen geschweißt.

Perumal arbeitet seit 1981 als Hausmeister in der Lepraabteilung des Krankenhauses von Chettipaddy in Indien. Schon einmal hat ihn das Schicksal hart getroffen, damals, als ihn seine erste Frau wegen seiner Erkrankung verlassen hatte. Trotzdem war es sehr schwer für ihn, zu erfahren, dass sie bald danach bei einem Unfall gestorben war.

Doch Perumal hat der Lebensmut nie verlassen. Und die Liebe hielt Einzug bei ihm, als er zum ersten Mal Pavayee erblickte. An seinem Arbeitsplatz, denn die junge Frau war damals Leprapatientin. Man sah sich in die Augen, tauschte sich kurz aus. Der junge Perumal wusste, was er wollte: Dieses Mädchen. Schüchtern fragte er schließlich die Oberärztin, ob er es heiraten dürfe. Denn das war es, was beide wollten. Die Vorgesetzte gab ihm die Erlaubnis und kaufte sogar noch einen eleganten Hochzeits-Sari für Pavayee. Auch half sie beiden zu einem eigenen kleinen Haus. Heute, viele Jahre später, existieren Kinder und sogar Enkelkinder. Beide sind noch immer glücklich. Auch wenn dem 66-Jährigen die Lepraerkrankung weiter plagt.  Aber da ist Pavayee, die unermüdlich für ihn da ist, denn ihre Hände sind intakt geblieben.

Sie hilft ihm beim Essen, kümmert sich um die Einkäufe, da er nur schlecht tragen kann. Auch Teetrinken ist gefährlich für ihn, denn durch seine gefühllosen Hände muss er aufpassen, dass er sie nicht durch Unachtsamkeit verbrennt. Beim Waschen kann er die Seife kaum halten, flüssige Seife ist aber um einiges teurer. Auch hier hilft ihm seine Frau. Auch das Zuknöpfen von Hemd und Hose ist eine Herausforderung. Beide stellen sich diesen Problemen. Nur als auch Perumals Füße in Mitleidenschaft gezogen wurden, verlor er fast den Mut. Doch ihre tiefe Liebe hilft, alles zu überwinden.

Helfen Sie mit einer Spenden den ehemaligen Leprapatienten sich selbst zu helfen.

Sich den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, ist besonders für ehemalige Leprapatienten oft schwierig.