September 2018

Drei Mädchen im Senegal, die sich freuen, eine Schule besuchen zu dürfen. Denn das gehört in vielen Ländern noch längst nicht zur Normalität.

Bildung für Mädchen ist immer noch ein Schwerpunkt in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Denn nach wie vor werden in vielen Ländern Jungen bevorzugt, nicht nur, was den Schulbesuch angeht.

Die Schule Samba Sow in Peycouck ist eine sogenannte Inklusionsschule. Peycouck ist ein ehemaliges Lepradorf rund 30 Kilometer von der senegalesischen Hauptstadt Dakar entfernt. Ehemalig deshalb, weil in den Lepradörfern heute weit mehr Gesunde als Leprakranke oder von Lepra gezeichnete Menschen leben. Trotzdem haftet den Dörfern das Stigma „da leben die Leprakranken“ an. Bis vor einigen Jahren gab es noch Lepradörfer, die von einer Mauer umgeben waren. Die Bewohner dieser Orte sind arm, es gibt kaum Arbeitsmöglichkeiten und außerhalb der Dörfer finden sie keine Arbeit, weil ihnen immer noch Angst und Ablehnung begegnet. Innerhalb der Dorfgemeinschaft ist der Zusammenhalt groß, die von Lepra betroffenen Familien versuchen gemeinsam und organisiert, ihr Lebensumfeld zu verändern.

Gerade deshalb sind die Mädchen Faton Daillo, Marianne Ndiage und Aida Diop (v.l.n.r.) Hoffnungsträgerinnen. Denn sie haben Wünsche an ihre Zukunft, sogar ganz konkrete: Die eine möchte Flugbegleiterin werden, die andere Hebamme und die Dritte sogar Präsidentin. Hut ab vor so viel Mut und Zukunftssinn.

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