April 2019

Stigmatisiert oder von ihren Familien versteckt: Kinder mit Behinderungen werden immer noch in vielen afrikanischen Ländern benachteiligt oder führen ein Schattendasein. Die Chancen, dass sie als Erwachsene einmal einen Job finden, sind minimal.

Diese beiden Mädchen sind Schülerinnen einer Schule in Shashamene, Äthiopien. Zielgruppe sind Kinder mit und ohne Behinderung. Viele von ihnen sind taub. Die Umsetzung des Lehrplanes ist erfolgreich und ein gelungenes Beispiel für inklusiven Schulunterricht. Seit 2017 wird die Einrichtung von der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V. unterstützt.

„Jedes Kind hat das Recht zur Schule zu gehen“, sagt DAHW-Regionalreferent Ahmed Mohammed. Das war nicht immer so. Erst als die Demokratische Bundesrepublik Äthiopien im Jahr 1995 gegründet wurde, ging es mit dem Zugang zu Bildung überhaupt erst richtig los. Damals gab es nur zwei staatliche Hochschulen in Äthiopien. Erst 20 Jahre später ist die Zahl laut dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) auf 37 gestiegen - genauso wie die der Studenten. Damals 35 000 und heute: über 760 000. Die äthiopische Regierung steckt fast ein Drittel ihrer Ausgaben in Bildung. Bis 2020 sollen elf weitere Unis dazu kommen. In Subsahara-Afrika sind sie damit unter den Spitzenreitern, obwohl das Land zu den fünfzehn ärmsten der Welt zählt.

Der Text basiert in Teilen auf der Reihe der Reise-Reportagen von Laura Lewandowski, die im April 2018 mit der DAHW in Äthiopien und Uganda war.

Fotos: Laura Lewandowski / DAHW

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