August 2019

Tuberkulose tötet weltweit mehr Menschen als jede andere Infektionskrankheit. In Indien ist die Lage besonders dramatisch. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass hier etwa 2,8 Millionen Betroffene leben. Das ist jeder vierte Tuberkulose-Patient weltweit. Und jedes vierte an TB erkrankte Kind stirbt an den Folgen. Die Zahlen sind erschreckend und fordern mehr Aufklärung über die Krankheit.

Doch die offiziellen Zahlen sind nur Schätzungen. Wie viele Menschen tatsächlich infiziert sind, weiß keiner, auch weil noch immer viele staatliche Gesundheitssystem nicht alle Erkrankten erreicht. Es handelt sich meist um die Ärmsten der Armen in Ghettos und Slums der Millionenstädte.

Zwar gibt es seit Ende der 1990er Jahre ein nationales Tuberkuloseprogramm, das allen Indern eine kostenlose Behandlung und Versorgung gewährleisten soll. Doch die meisten Betroffenen besuchen keine öffentlichen Kliniken. Genau darum weil Erkrankte in der indischen Gesellschaft ausgegrenzt und stigmatisiert werden. Außerdem ist das fragmentierte nationale Gesundheitssystem ein weiterer Grund, weshalb so viele Tuberkulosefälle nicht diagnostiziert oder falsch behandelt werden.

Fehlerhafte Diagnosen und erfolglose Therapieversuche führen dazu, dass es zu immer mehr resistenten Fällen kommt. Das macht die Behandlung langwieriger, belastender und teurer.

Umso mehr ist gerade bei jungen Leuten wie auf unserem Kalenderbild Bildung und Aufklärung umso wichtiger. Um zu verhindern, dass sie die nächsten Patientinnen werden.

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