Brasilien

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7:1 - DEINS!

Etwa ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Brasilien lebt in Armut. Für viele von ihnen ist das legendäre Fußballtor aus dem WM-Spiel Deutschland gegen Brasilien im Jahr 2014 zu einem „Tor der Hoffnung“ geworden: Im Rahmen unserer Spendenaktion „7:1 – DEINS!“ können sich Fußballfans als Dankeschön für ihre Spende ein Stück vom Original-Tornetz sichern. Mit den 2018 erzielten Erlösen unterstützten die DAHW und die Stadiongesellschaft Mineirão in Belo Horizonte, die uns das Tor für diesen guten Zweck übergab, 2019 vier sorgfältig ausgewählte Projekte rund um Sport und Gesundheit, um die Gesundheits- und Lebenssituation der begünstigten Kinder und Jugendlichen zu verbessern.

120 Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 17 Jahren, die aus schwierigen Lebensverhältnissen kommen, konnten wir mit dem Projekt Bora Jogar Bola in Belo Horizonte einen wert vollen Ausgleich und eine Anlaufstelle außerhalb ihres Zu hauses ermöglichen. Durch sportliche Aktivi täten wie Fußball und Bildungskampagnen konnten sie ihre Gesundheit, ihr Bildungsniveau, ihr Selbstbewusstsein und ihre Lebensqualität verbessern. Auch in Recife erhielten rund 100 junge Menschen Zugang zu qualitativ hochwertigen Sportaktivitäten in einer sozialen Einrichtung, um sie nach dem Motto „mit Fußball raus aus dem Drogenmilieu“ zu stärken und einem Drogenkonsum vorzubeugen. Kinder und Jugend liche mit Behinderung in São José do Rio Preto erhielten die Chance, mithilfe von speziellen Rollstühlen Basketball zu trainieren – mit dem Ziel, ihre Inklusion in der Gesellschaft zu ermöglichen und zu erleichtern. Um die Mundgesundheit und die Lebensqualität von 74 Kindern in Krebsbehandlung nachhaltig zu ver bessern, erhielt das Krankenhaus Hospital da Baleia eine moderne zahn medizinische Ausstattung.

Tätigkeit der DAHW seit 1958

Mit jährlich mehr als 30.000 Neuerkrankungen ist Brasilien nach Indien das Land mit den meisten Lepra-Patienten. Der Bundesstaat Mato Grosso hat mit fast 90 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner eine der höchsten Lepraraten weltweit. Für die DAHW ist es eine große Herausforderung, nach den Ursachen für diesen Lepra-Hotspot zu suchen und diese zu beseitigen. Darüber hinaus ist die Vermittlung von Wissen über die Krankheit Lepra existentiell wichtig für die Arbeit, da es in der medizinischen Ausbildung trotz der hohen Zahlen kaum vorkommt. Als Folge davon bekommen viele der an Lepra erkrankten Menschen im Basisgesundheitsdienst oft eine falsche Diagnose. 

Aktuelles

Derzeit ist die DAHW in Amazonas, Maranhão, Mato Grosso und Mato Grosso do Sul tätig. Die DAHW-Mediziner initiieren Kampagnen zur aktiven Fallsuche und „on-the-job“-Training. Hinzu kommen Maßnahmen zur Prävention von Behinderungen sowie die Unterstützung von CBR-Projekten, zumeist lokale Selbsthilfegruppen von Menschen mit Behinderung.

Ein wichtiger Partner ist das Nationale Lepra-Kontrollprogramm, das von den Gesundheitsministerien der Bundesstaaten sowie den Gesundheitsdiensten der Kommunen unterhalten wird. Die DAHW steuert hier maßgeblich die Aus- und Weiterbildung des Personals zur Früherkennung von Lepra bei.

Darüber hinaus unterstützt die DAHW Hilfsprojekte in Zusammenarbeit mit den internationalen Referenz- und Ausbildungszentren: Institut Lauro de Sozua Lima in Bauru/SaoPaulo und Fundação Alfredo da Matta in Manaus/Amazonas.

Der bisherige DAHW-Büroleiter Manfred Göbel ist Ende 2018 in den Ruhestand gegangen, sein Nachfolger Dr. Reinaldo Bechler arbeitet bereits seit 2015 Jahren für die DAHW.

Finden Sie die brasilianische Webseite hier: www.dahw.org.br

 

Gesamtinvestitionen

Abgerechnet 2018: 160.440,00 Euro
Geplant 2019: 329.946,00 Euro