Jemen

Allgemeine Informationen

Fläche (1) : 527.970 km²
Einwohnerzahl (2) : 27,0 Millionen
Durchschnittliche Lebenserwartung (1): 64/67 (m/w)
Pro-Kopf-Einkommen (2): 1.040 USD/Jahr
Human Development Index (HDI) (3): Rang 178/189

Lepra-Fälle gesamt (4)TB-Fälle gesamt (5)
2016: 3672015: 7.699
2017: 4212017: 9.693

Quellen:

(1) Statistisches Bundesamt
(2) WHO
(3) UN
(4) Staatl. Gesundheitsprogramm im Jemen; die Zahlen beinhalten die erfassten Fälle, die bereits in Behandlung sind, sowie die erfassten Neuerkrankungen
(5) WHO; die Zahlen beinhalten die erfassten Neuerkrankungen und erfassten Rückfälle

Tätigkeit der DAHW seit 1989

Von 1965 bis 1976 hatte die DAHW von Taiz aus einzelne Aktivitäten für an Lepra erkrankte Menschen unterstützt - seit 1989 arbeiten wir nun eng mit dem Nationalen Lepra-Kontrollprogramm zusammen, das die Lepra-Arbeit im gesamten Land organisiert. Es ist heute das letzte verbliebene Staatliche Gesundheitsprogramm im Jemen. Seit bald 25 Jahren sind hier Dr. Abdul Raheem Al-Samie (Programmdirektor) und Dr. Abdul Samid Al-Kubati (Medizinischer Leiter) unsere vertrauensvollen Partner.

In Taiz hatte die DAHW den Aufbau eines dermatologischen Krankenhauses maßgeblich unterstützt. Doch dieses ist inzwischen von Bomben zerstört worden. So auch das Büro von Dr. Yasin Al-Qubati, der seit über 20 Jahren die Arbeit der DAHW im Jemen koordiniert: Er musste sein Büro aufgrund des Krieges nach Aden verlegen.

Aktuelles

Der Jemen ist ein von der Welt vergessenes Land, das aufgrund von Krieg und Dürre unter einer verheerenden Humanitären Katastrophe leidet. Die meisten Hilfsorganisationen haben den Jemen aufgrund der lebensbedrohlichen Umstände längst verlassen - zu den wenigen, die die notleidende Bevölkerung weiterhin unterstützen, gehört die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V.

DAHW-Mitarbeiter Dr. Yasin Al-Qubati führt trotz aller widrigen Umstände von Aden aus das Lepra-Kontrollprogramm weiter fort. Seinen Mitarbeiter*innen hat er aus Sicherheitsgründen indess frei gestellt, ob sie ihn weiter bei der medizinischen Versorgung in den zunehmend unzugänglicheren Dörfern unterstützen.

Aufgrund der Lage im Land leistete die DAHW in den letzten Jahren zunehmend Humanitäre Hilfe, wobei hierfür die enge Zusammenarbeit mit einheimischen Organisationen eine wichtige Voraussetzung ist. So realisierten wir beispielsweise mit der jeminitischen „Field Medical Foundation“ (FMF) ein Projekt, um Kriegsflüchtlinge im Al-Burikah District mit Lebensmitteln zu versorgen, da hier besonders extreme Nahrungsmittelknappheit herrscht. Gemeinsam mit ADRA Yemen wurden Sanitäranlagen erbaut, Abwasserkanäle gereinigt und 105 Tonnen Müll gesammelt und beseitigt. 

Gesamtinvestitionen

Die folgenden Beträge setzen sich zusammen aus DAHW-eigenen Mitteln sowie Förderbeträgen unserer Partnerorganisationen.

Abgerechnet 2016: 125.691,25 Euro
Geplant 2017: 90.000,00 Euro

Herzlichen Dank an unsere Unterstützer:

Humanitäre Hilfe im Jemen - ein Videobericht

Mit Mitteln unseres Partners "Bündnis Entwicklung Hilft" haben wir gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation المؤسسة الطبية الميدانية Field Medical Foundation in den letzten Monaten binnenvertriebene Familien (engl: Internal Displaced People, IDP) im Jemen mit Lebensmitteln versorgt. In diesem Film erzählt ein Betroffener seine Geschichte.