Sierra Leone

Allgemeine Informationen

Fläche: 71.470 km²
Einwohnerzahl: 6,2 Millionen
Durchschnittliche Lebenserwartung: 50,9
Pro Kopf Einkommen: 765 USD/Jahr
Human Development Index (HDI): Rang 181/188

Lepra-FälleTuberkulose-Fälle
2014: 1452014: 20.000
2015: 1332015: 20.000

Tätigkeit der DAHW seit 1966

Die Arbeit in diesem Programm wird seit Beginn von der DAHW finanziert. Tuberkulose war eine der häufigsten Todesursachen in Sierra Leone. Das nationale Referenzlabor für Tuberkulose wird seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1992 ebenfalls intensiv in den Bereichen Logistik und technische Ausstattung unterstützt.

Seit 1966 wurden regelmäßig Leprakontrollmaßnahmen im Land durchgeführt, die zu einer Reduktion von Neufällen geführt hat. Auch der Auf- und Ausbau der sozialen und wirtschaftlichen Rehabilitation von PatientInnen in Sierra Leone ist fester Bestandteil der Arbeit. Hier geht es vor allem um wirtschaftliche Unterstützung mit dem Ziel Eigenständigkeit zu realisieren, Hausbauprogramme, Lebensmittelverteilung an Bedürftige, kostenfreie Ausgabe von Medikamenten, Unterstützung im Bildungsbereich, Aufklärung und Stärkung der Menschen durch Anwaltschaft und Informieren über die Rechte des Einzelnen.

GesamtINVESTITIONEN

Abgerechnet 2016: 297.037,46 Euro
Geplant 2017: 303.154,00 Euro

Aktuelles

Ein wirklich funktionierendes Gesundheitssystem gab es noch nie in Sierra Leone. Das medizinische Personal in den wenigen Gesundheitseinrichtungen und Hospitälern hat die DAHW aus- und weitergebildet, damit die an Lepra oder TB erkrankten Menschen dort die richtige Diagnose und dann auch die richtige Therapie bekommen. Menschen mit Behinderung unterstützt die DAHW durch berufliche Aus- und Weiterbildung sowie Sozialprogramme, die ihnen ein selbstbestimmtes Leben ohne Barrieren ermöglichen.

2014 hat die Ebola-Epidemie die Arbeit fast vollständig zum Erliegen gebracht. Erst ab März 2015 war es wieder möglich, flächendeckend zu arbeiten.

Die wichtigste Aufgabe ist neben dem flächendeckenden Wiederaufbau der Lepra und TB-Kontrollprogramme ein vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) kofinanziertes CBR-Projekt für Menschen mit Behinderung.

Projektbeschreibung:

Zu Beginn ging es vor allem um Lepraerkrankte. Mit Beginn der 70er Jahre stieg die Zahl der Menschen mit Behinderung durch Lepra alarmierend an. So entstand die orthopädische Schuhwerkstatt, um über entsprechende Hilfsmittel wie schützende Schuhe und Anderes.

1973 wurde das nationale Lepra-Kontroll-Programm erarbeitet und die Umsetzung desselben begonnen. 1983 wurde die von der WHO ausgegebene Behandlung zur Lepra umgesetzt und so konnte sich von da an bis in das Jahr 1990 die Zahl der an Lepra erkrankten Menschen von über 15.000 auf unter 2.000 Personen absenken lassen.

Zu Beginn der 1990er Jahren wurde auch die Tuberkulose in das Behandlungsschema aufgenommen und die Labordiagnostik kontinuierlich aufgebaut und verbessert.

Bewertung des Projektes:

Das eine Ziel der Arbeit ist die Eliminierung der Krankheiten Lepra und Tuberkulose in Sierra Leone, das andere, die Unterstützung jener Menschen die an einer der beiden Krankheiten leiden oder gar durch Behinderungen eingeschränkt sind. Hierzu gibt es das Rehabilitationsprogramm. Referenzlabore und verschiedene Krankenhäuser sind dabei wichtige Bestandteile der Programm-Infrastruktur.

Von ehemals jährlich 15.000 Neuerkrankten (Lepra) ist die Zahl heute (2016) auf 143 neue Fälle gesunken.

Die Integration von Menschen mit Behinderung in Ihre Gemeinden/Gemeinwesen ist in hunderten von Fällen gelungen.

Das Programm wird zu 100% von der DAHW finanziert, es zeichnen sich leider bisher keine Möglichkeiten von Ko-Finanzierungen ab.

Die Investitionen setzen sich zusammen aus den Mitteln von Partner und anderen Gebern, sowie unseren eigenen. Diese Geber sind z.B. Global Fund, Misereor, Kindermissionswerk, Fondation Follereau Luxembourg (FFL) und Likvidace Lepry, etc.
Die genauen Daten werden noch berechnet und eingestellt.