Südsudan

Allgemeine Informationen

Fläche: 619.745 km²
Einwohnerzahl: 11,7 Millionen
Durchschnittliche Lebenserwartung: 55,7
Pro Kopf Einkommen: 1.115 USD/Jahr
Human Development Index (HDI): Rang 169/188

Lepra-FälleTuberkulose-Fälle
2014: 691*2014: 17.000
2015: 378*2015: 18.000

Tätigkeit der DAHW seit 1973

Als eines der ersten Hilfswerke überhaupt hat die DAHW nach dem ersten Unabhängigkeitskrieg (bis 1972) im Süden des damaligen Sudan gearbeitet. Die Region war und ist bis heute ein Schwerpunkt der Lepra-Arbeit mit einer sehr hohen Zahl von Neuerkrankungen, bedingt durch eine kaum vorhandene medizinische Grundversorgung als Folge der langjährigen Bürgerkriege. Zunächst vom Hospital in Wau, seit 2007 dann von Juba aus koordiniert die DAHW die Lepra-Arbeit in den Regionen, in denen dies möglich ist. Der Unabhängigkeitskrieg von 1983 bis 2005 hat diese Arbeit immer wieder zurückgeworfen. Trotzdem hat die DAHW die von Lepra betroffenen Menschen während der gesamten Kriegszeit unterstützt. 

GesamtINVESTITIONEN

Abgerechnet 2016: 226.647,64 Euro
Geplant 2017: 290.380,00 Euro

 * Die Zahlen beziehen sich lediglich auf einige Regionen des Landes. Wahrscheinlich erkranken pro Jahr ca. 2.000 Menschen an Lepra und deutlich mehr als 20.000 an TB. 

Aktuelles

Der vorübergehende Frieden 2005 und die Unabhängigkeit 2011 brachten einen kleinen Aufschwung in der medizinischen Versorgung: Erstmals konnte die DAHW im gesamten Land den von Lepra betroffenen Menschen helfen. An erster Stelle stand dabei die Aus- und Weiterbildung des medizinischen Personals, denn die erkrankten Menschen benötigen dringend Zugang zu Diagnose und Therapie.

Auch die Behandlung von Spätfolgen der Lepra, besonders aufgrund der durch späte Diagnosen sehr häufig auftretenden Behinderungen, ist ein Schwerpunkt der Arbeit. Gemeinsam mit Partnern wie Caritas und Malteser unterstützt die DAHW Hospitäler oder soziale Einrichtungen, in denen diese Menschen Hilfe bekommen.

Die größte Herausforderung ergibt sich durch den erneuten Bürgerkrieg seit 2013. Viele Regionen sind kaum noch zu erreichen, viele gerade erst eröffnete medizinische Einrichtungen wieder geschlossen. Das Gesundheitsministerium als wichtiger Partner der DAHW betreibt zwar ein nationales Lepra-Kontrollprogramm, kann jedoch lediglich in einem Teil des Landes die Menschen erreichen.

Die Mitarbeiter der DAHW und ihrer Partner müssen immer spontan entscheiden, ob sie zu den Menschen dort fahren können oder nicht. Die bereits etablierte flächendeckende Arbeit wurde so wieder zu einer punktuellen, dort aber weiterhin wichtigen Arbeit für die von Lepra betroffenen Menschen.

Dürre in Ostafrika 2016/17

Durch die spärlich ausgefallene Regenzeit leidet der größte Teil Ostafrikas unter einer Dürre, als Folgen sind viele Nutztiere verendet und Ernten ausgeblieben. In Südsudan kommt der Bürgerkrieg verschärfend hinzu, viele Felder wurden kurz vor der Ernte von marodierenden Milizen niedergebrannt. Im Rahmen ihrer Nothilfe hat die DAHW Lebensmittel für 5.000 Menschen in und um Nzara an der Grenze zu Kongo geliefert.

Die Schwächsten leiden am stärksten an der Hungersnot: Flüchtlingskinder in Südsudan

Die Investitionen setzen sich zusammen aus den Mitteln von Partner und anderen Gebern, sowie unseren eigenen. Diese Geber sind z.B. Global Fund, Misereor, Kindermissionswerk, Fondation Follereau Luxembourg (FFL) und Likvidace Lepry, etc.
Die genauen Daten werden noch berechnet und eingestellt.