Südsudan

Allgemeine Informationen

Fläche: 619.745 km²
Einwohnerzahl: 11,7 Millionen
Durchschnittliche Lebenserwartung: 55,7
Pro Kopf Einkommen: 1.115 USD/Jahr
Human Development Index (HDI): Rang 169/188

Lepra-FälleTuberkulose-Fälle
2014: 691*2014: 17.000
2015: 378*2015: 18.000

Tätigkeit der DAHW seit 1973

Als eines der ersten Hilfswerke überhaupt hat die DAHW nach dem ersten Unabhängigkeitskrieg (bis 1972) im Süden des damaligen Sudan gearbeitet. Die Region war und ist bis heute ein Schwerpunkt der Lepra-Arbeit mit einer sehr hohen Zahl von Neuerkrankungen, bedingt durch eine kaum vorhandene medizinische Grundversorgung als Folge der langjährigen Bürgerkriege.

Der vorübergehende Frieden 2005 und die Unabhängigkeit 2011 brachten einen kleinen Aufschwung in der medizinischen Versorgung: Erstmals konnte die DAHW im gesamten Land den von Lepra betroffenen Menschen helfen. Zunächst vom Hospital in Wau, seit 2007 dann von Juba aus. An erster Stelle stand dabei die Aus- und Weiterbildung des medizinischen Personals, denn die erkrankten Menschen benötigen dringend Zugang zu Diagnose und Therapie.

Auch die Behandlung von Spätfolgen der Lepra, besonders aufgrund der durch späte Diagnosen sehr häufig auftretenden Behinderungen, ist ein Schwerpunkt der Arbeit. Gemeinsam mit Partnern wie Caritas und Malteser unterstützt die DAHW Hospitäler oder soziale Einrichtungen, in denen diese Menschen Hilfe bekommen.

Seit 2018 werden unsere Projekte im Südsudan direkt von unserem Regionalbüro Ost-Afrika in Äthiopien unterstützt.

Aktuelle sITUATION

Seit 2013 befindet sich der Südsudan wieder im Bürgerkrieg. In der Folge verschlechtert sich die Situation massiv: Die staatlichen Strukturen sind kaum noch existent, viele Regierungsmitglieder erhalten keine Löhne mehr, das Gesundheitsministerium – ein wichtiger Partner der DAHW im Rahmen des Nationalen Lepra-Kontrollprogramms – hat seine Arbeit nahezu einstellen müssen. Viele Regionen des Landes sind kaum noch zu erreichen. Die bereits etablierte flächendeckende Arbeit wurde so wieder zu einer punktuellen, dort aber weiterhin wichtigen Arbeit für die von Lepra betroffenen Menschen.

Hinzukommt, dass der größte Teil Ost-Afrikas unter einer anhaltenden Dürre leidet, in deren Folge viele Nutztiere verenden und Ernten ausgebleiben. Doch damit nicht genug: Im Südsudan wurden im Zuge des Bürgerkrieges Felder kurz vor der Ernte von marodierenden Milizen niedergebrannt. Ca.7, 5 Millionen Menschen bedürfen nach Schätzungen von ???? im Südsudan der Hilfe, 2 Millionen sind in die Nachbarländer  Uganda und Äthiopien geflohen.

Aufgrund dieser dramatischen Lage, konzentriert sich die Arbeit der DAHW aktuell auf den Bereich der Nothilfe. Mit wenigen verbliebenen Partnern vor Ort setzen wir in erster Linie sog. Livelihood-Projekte um, zur Wiederherstellung bzw. Sicherung der Lebensgrundlagen um – so zum Beispiel im Februar 2018 der Transport von Hilfsgütern u.a. an Menschen, die an Tuberkulose erkrankt sind, in und um Nzara an der Grenze zu Kongo.

Hier finden Sie verschiedene Texte zur aktuellen Arbeit der DAHW in Südsudan.

Gesamtinvestitionen

Die folgenden Beträge setzen sich zusammen aus DAHW-eigenen Mitteln sowie Förderbeträgen unserer Partnerorganisationen.

Abgerechnet 2016: 829.555,56 Euro
Geplant 2017: 713.365 Euro

Herzlichen Dank an unsere Unterstützer: