3. Dezember: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung – jedes Jahr am 3.Dezember – sollen die Menschen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden, die mit einer Behinderung leben müssen. Auch die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe möchte anlässlich dieses Tages die öffentliche Wahrnehmung und die Anerkennung von Menschen mit Behinderung fördern und deren Beiträge, wie auch das Erreichte mit einer Veranstaltung würdigen und feiern.


Der Intention der Vereinten Nationen, die 1993 diesen weltweiten Gedenk- und Aktionstag ins Leben gerufen hat, kann sich die DAHW nur anschließen. Die Aufklärung der Bevölkerung und das Thema „Integration behinderter Menschen in die Gesellschaft“ ist heute aktueller denn je. Die Gleichberechtigung und die volle Teilhabe am Gesellschaftsleben für benachteiligte Menschen ist ein Ziel, an dem auch die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe in ihren Hilfsprojekten arbeitet.

Für ein Leben in Würde

Laut Studien der Weltgesundheitsorganisation WHO leben 15% aller Menschen weltweit mit Behinderungen. Rund vier Millionen Menschen leiden infolge einer Lepra-Erkrankung an einer Behinderung. Ihr größtes Ziel ist es, selbstbestimmt und in Würde leben zu können – genauso wie Menschen ohne Behinderung.

Aus der Lepra-Arbeit kennt die DAHW das Leid von Menschen mit Behinderung nur zu genau. Sogar in Ländern mit hohem Bildungsstand und funktionierenden Sozialsystemen ist es schwierig, den Betroffenen eine normale Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben zu ermöglichen.

So bekommt der Begriff Inklusion für Leprakranke eine besondere Bedeutung. Inklusion beschreibt das Recht auf Teilhabe in der Gesellschaft für alle Menschen und übersetzt Zugehörigkeit. Inklusion verwirklichen, das bedeutet: Jeder Mensch wird akzeptiert und ist gleichberechtigt, dabei ist es ganz normal, verschieden zu sein.

Zusammen mit 178 Ländern hat sich auch Deutschland für eine „inklusive Entwicklung“ verpflichtet, indem die entsprechende Resolution ratifiziert wurde. Inklusion ist gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe in allen Lebensbereichen.Mit der Vorstellung der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG’s; fünf der insgesamt 17 Ziele beziehen sich direkt auf Menschen mit Behinderung), wurde übereingestimmt, niemanden zurückzulassen. In den weltweiten Umsetzungen dieses Ziels, müssen Menschen mit Behinderung als das wahrgenommen werden, das sie sind – effektive Anwälte des Wandels, deren Beiträge enorme Leistungen/Vorteile erbringen.

Die DAHW hilft

Ein Konzept, das die DAHW in ihren Projekten erfolgreich umsetzt, ist das Konzept der Gemeindenahen Rehabilitation (CBR = Community Based Rehabilitation), also der Rehabilitation in gewohntem Umfeld. In Tansania wird Menschen mit Behinderung durch dieses Prinzip der „Hilfe durch Selbsthilfe“ die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht.

Die DAHW unterstützt in vielen Projekten genau diese Menschen, die am Tag der Menschen mit Behinderungen im Mittelpunkt stehen und ermöglicht ihnen wieder eine ganz normale Teilhabe am Leben.

Aktiv werden für Menschen mit Behinderung

Den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung hat die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe gemeinsam mit drei weiteren Hilfsorganisationen gemeinsam ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Unter dem Motto GRENZEN ÜBERWINDEN – INTERNATIONALER TAG DER MENSCHEN MIT BEHINDERUNG 2017 gaben die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. in Kooperation mit Robert-Kümmert Akademie, Zentrum für Körperbehinderte, Integrationsfachdienst Würzburg, Julius-Maximilians-Universität, Diakonisches Werk Würzburg – offene Behindertenarbeit und Pfarrer Werner Schindelin Impulse zu diesem Thema. Die Veranstaltung fand am 08. Dezember in der Julius-Maximilians-Universität am Sanderring 2 in Würzburg statt. Hier gibt es ausführliche Programm-Informationen zu „Grenzen überwinden – Tag der Menschen mit Behinderung 2017“.