19. Juni 2017

50 Jahre Bad Laer - 60 Jahre DAHW „Basar der schönen Dinge"

Auf stolze 50 Jahre ehrenamtliche Arbeit für lepra- und tuberkulosekranke Menschen konnten die Frauen der Lepragruppe der kfd St. Marien in Bad Laer am Samstag, dem 10. Juni 2017, in Bad Laer zurückblicken.

Die Urkundenübergabe.
Die Urkundenübergabe.
Auch beim Aufbau des Basars der schönen Dinge hatte "Mann" Spaß.
Auch beim Aufbau des Basars der schönen Dinge hatte "Mann" Spaß.
Die Gründerin der Aktion, Gertrud Strautmann.
Die Gründerin der Aktion, Gertrud Strautmann.
Kurz vor dem Öffnen der Tore des Pfarrheims für den Basar.
Kurz vor dem Öffnen der Tore des Pfarrheims für den Basar.
Bettina Knust unterwegs als Leprakranke auf dem Historischen Markt.
Bettina Knust unterwegs als Leprakranke auf dem Historischen Markt.
Unterwegs für die Tombola.
Unterwegs für die Tombola.

50 rote Rosen standen auf dem großen Tisch im Pfarrheim St. Josef, an dem sich auch die Gründerin der Gruppe, Frau Gertrud Strautmann, eingefunden hatte. Statt Torte und Schnittchen gab es (natürlich) selbstgebackene Waffeln mit Sahne und Sauerkirschen. Franz Tönnes vom Büro der DAHW (Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe) in Münster überbrachte die offiziellen Glückwünsche und den Dank des Hilfswerkes sowie die offizielle  Urkunde.

Während draußen der Historische Markt seine „Pforten“ öffnete herrschte dann im Pfarrheim schon wieder Betriebsamkeit – aus Anlass des Jubiläums und des 60-jährigen Geburtstages der DAHW baute man auf: für den ersten „Basar der schönen Dinge“ in Bad Laer.

Sonntag früh, konnten ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DAHW Aktionsgemeinschaft Osnabrück (zu der auch die Gruppe in Bad Laer gehört) feststellen: Es war ihnen wirklich ein Basar der schönen Dinge gelungen. Kein Wunder! DAHW Gruppen aus der Umgebung von Bad Laer hatten ihre Waren dazugestellt. DAHW Spenderinnen und Spender hatten viele schöne Dinge gespendet. Es glitzerte und funkelte auf den Tischen. Die Tombola beinhaltete tolle Preise, die Waffeleisen und der Teig standen parat – die Besucher konnten kommen.

Und sie kamen. Vom historischen Markt (der übrigens einen Besuch wert war) ins Pfarrheim. Trotz brütender Hitze. Von den sehr vielen schönen Dingen blieb am Ende zwar noch einiges über und musste wieder eingepackt werden – der Waffelteig war leider auch nicht ausgegangen - aber am Schluss war man sich einig: Der Versuch war gelungen und die Arbeit hatte sich gelohnt!

Auch die Pressearbeit war richtig gut: Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtete, zuvor war im Pfarrbrief und im Kalare (Pfarrgemeindebrief) mehrfach auf das Jubiläum und den Basar hingewiesen worden. Rita Schräder, die Leiterin der Bad Laerer Gruppe, hatte dies möglich gemacht. Sie ist mit Ihren Helferinnen in Bad Laer nicht nur wegen ihrer Waffelbackaktionen zu Gunsten der DAHW ein Begriff.

Bettina Knust von der Gesellschaft für Leprakunde in Münster, war an diesem Tag als „Leprakranke“ und „Losverkäuferin“ auf dem historischen Markt unterwegs, um Werbung zu machen. Ihre Vorstellung als Leprakranke war ganz schön echt…

Der Gesamterlös in Höhe von 1235.- Euro konnte sich ebenfalls sehen lassen.

Ob es ein Remake des „Basars der schönen Dinge“ in Bad Laer geben wird steht noch in den Sternen.

Fotos: DAHW