22. February 2019

Dramatische Not im Jemen

Das Bündnis Entwicklung Hilft, bei dem die DAHW Mitglied ist, hat anlässlich der Geber-Konferenz für den Jemen diese Pressemeldung veröffentlicht:

Bündnis Entwicklung Hilft fordert anlässlich der Geber-Konferenz die Ausweitung der Hilfe für den Jemen. Die Lage der Bevölkerung in dem südlichsten Land der arabischen Halbinsel bleibt dramatisch.

Berlin, 21.02.2019 –Die humanitäre Lage der Menschen im Jemen ist katastrophal. Nach Angaben der UN leiden über 17 Millionen Menschen an Hunger und haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die UN schätzen, dass in diesem Jahr rund 80% der Menschen im Jemen auf Hilfe angewiesen sein werden.

Kinder leiden besonders unter der anhaltenden Gewalt. „Hunger, Krankheit und fehlende medizinische Versorgung kommen noch hinzu“, sagt Angelika Böhling, Vorstandsvorsitzende von Bündnis Entwicklung Hilft. Der Krieg raubt einer ganzen Generation die Kindheit und die Weltgemeinschaft schaut zu.“ Rund 2 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind bereits akut unterernährt.

Die Bündnis-Mitglieder DAHW und Welthungerhilfe leisten unter schwierigsten Bedingungen gemeinsam mit ihren Partnern weiterhin humanitäre Hilfe für die Menschen. Auch Misereor sondiert derzeit die Möglichkeiten erneut Unterstützung zu leisten. Dr. Yasin Al-Qubati, seit über 25 Jahren Repräsentant der DAHW im Jemen, berichtet „Der Krieg bedroht immer wieder unsere Arbeit. Für die Menschen spielt es keine Rolle, wer warum gegen wen kämpft. Ihr Leid ist unbeschreiblich“.

Nur ein Ende der Gewalt kann die humanitäre Lage der Menschen und besonders der Kinder vor Ort langfristig verbessern und den Wiederaufbau ermöglichen. Die Kriegsparteien und die Vermittler sind daher dringend gefordert die aktuellen Verhandlungen zum Erfolg zu führen. Kurzfristig ist aber der Ausbau der Hilfe für die notleidende Bevölkerung unabdingbar. Bündnis Entwicklung Hilft appelliert an die Staatengemeinschaft, im Rahmen der Geberkonferenz für den Jemen am 26. Februar ausreichend Mittel für eine Ausweitung der Hilfe zur Verfügung zu stellen und mehr Druck aufzubauen, um den Zugang der Hilfsorganisationen zu verbessern.

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Junges Mädchen im Flüchtlingscamp bei Taiz.