11. Januar 2018

Etwas Sinnvolles machen

Menschen helfen wollen! DAHW-Mitarbeiter Jürgen Ehrmann schlug Dr. Gerhard Thiers (rechts) als Einsatzgebiet Liberia vor.

Beispielhaftes Engagement eines Frankfurter Dermatologen

Menschen helfen wollen! DAHW-Mitarbeiter Jürgen Ehrmann schlug Dr. Gerhard Thiers (rechts) als Einsatzgebiet Liberia vor.
Foto: Sabine Ludwig / DAHW

„Bist du sicher, dass Du auch wiederkommst“, fragte ihn ein Kollege. Doch Dr. Gerhard Thiers lässt sich von seinem Plan nicht abbringen. Ende Februar wird er für sechs Wochen als Arzt in dem von der DAHW unterstützten Krankenhaus in Ganta/Liberia als Dermatologe arbeiten. Damit erfüllt sich der Mediziner einen langen Traum. Seine Praxis in Frankfurt hat der 63-Jährige verkauft. Nun sei es an der Zeit, Kranken zu helfen, die kaum Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Langweilig sei seine Arbeit am Schluss gewesen, weil die Diagnosen fast immer die gleichen waren, das Prozedere zu bürokratisch und seine medizinische Arbeit zu entmenschlicht gewesen sei. „Ich hatte keine Zeit mehr für den Menschen hinter dem Patienten“, betont er. Und jetzt wolle er sich ganz dem Sinn des Arztberufes widmen: Denen zu helfen, die es am nötigsten haben.

Warum Ganta? Warum Liberia?

Er sei da sehr offen gewesen, hätte bei verschiedenen Hilfsorganisationen angefragt. „Die Auskunft, die ich bei der DAHW bekommen habe, war am freundlichsten.“ Seine Familie steht hinter seinem Vorhaben, „etwas Sinnvolles zu machen“. Mit Leprapatienten sei er nur während seiner Arbeit in einer Frankfurter Hautklinik in Berührung gekommen. Er freut sich auf die Herausforderung und das Abenteuer, das in dem westafrikanischen Land auf ihm zukommen wird. Und ganz klar wird er zurückkommen. Und vielleicht auch wieder rausgehen und weiter helfen. Allen Unkenrufen seines Kollegen zum Trotz.

 

 

Liberia ist eines der Länder in denen wir Projekte unterstützen.