15. September 2017

Großer Gedenktag an Ruth Pfau in Münster

Am 9.9.2017 wäre sie 88 Jahre alt geworden: Ruth Pfau, die weltweit bekannte deutsche Lepraärztin und Ordensfrau in Pakistan. Ihren Geburtstag nahmen ihre Freunde, Wegbegleiter und Förderer aus dem Münsterland zum Anlass, ihrer Freundin zu gedenken.

Wann immer sie nach Deutschland kam, zog es sie nach Münster, um dort ihre Freunde, Wegbegleiter und Förderer aus dem Münsterland zu treffen. In der Halle Münsterland feierte sie bei ihren 75. Geburtstag. Bereits 1985 erhielt sie im Friedenssaal zu Münster  das Bundesverdienstkreuz mit Stern, 1987 pflanzte sie am Lepramuseum in Münster-Kinderhaus symbolisch eine Eiche, 1996 wurde dort die Ruth-Pfau-Stiftung gegründet. Am 9.9.2017 wäre sie 88 Jahre alt geworden: Ruth Pfau, die weltweit bekannte  deutsche Lepraärztin und Ordensfrau in Pakistan.  Ihren Geburtstag  nahmen ihre  Freunde, Wegbegleiter und Förderer aus dem Münsterland zum Anlass, ihrer am 10. August 2017 in Karachi verstorbenen Freundin zu gedenken. Ab 13:00 Uhr kamen 80 Freunde  im engeren  Kreis zu einem Treffen im Pfarrzentrum St. Josef, Münster-Kinderhaus, zusammen.

Prof. Dr. Martin Gertler, Dieter Stockhausen, Harald Meyer-Porzky und Jürgen Belker-van den Heuvel im Gespräch auf der Bühne.

Moderiert vom Aufsichtsratsmitglied der Ruth-Pfau-Stiftung, Prof. Dr. Martin Gertler, erzählten Schul- und Jugendfreundin Sabine Jodeleit, zwei Nichten Ruth Pfaus, Mechtild und Silke Heuser,  sowie  die  Mitschwester ihres Ordens, Sr. Antje Thielpage, bewegende  Geschichten aus ihrem Leben mit Ruth Pfau.

Die Künstlerin Rita Lausberg gab anhand ihres für die Grabeskirche St. Josef in Aachen gemalte Triptychon Einblicke in ihr künstlerisches Schaffen. Sie hatte Ruth Pfau in ihrer Darstellung des himmlischen Abendmahls neben Dietrich Bonhoeffer, Papst Johannes XXIII. und anderen prominenten Christen an den 'Tisch des Herrn' gesetzt.

Jürgen Belker-van den Heuvel im Gespräch mit Mechtild und Silke Heuser, den Nichten von Ruth Pfau.
Die alte Schulfreundin von Ruth Pfau, Sabine Jodeleit im Gespräch mit Harald Meyer-Porzky.

Noch bewegt von seinen Eindrücken beim Staatsbegräbnis in Karachi, ließ Harald Meyer-Porzky, Vorstandmitglied der Ruth-Pfau-Stiftung, die Gäste  mit anrührenden Worten und Bildern an der Beisetzung  anteilnehmen. Alte  Freunde, wie Dieter Stockhausen und Jürgen Belker-van den Heuvel, komplettierten die Gesprächsrunde auf der Bühne.

v.l.n.r (hinten): Prof. Dr. Martin Gertler, Jürgen Belker-van den Heuvel, Harald Meyer-Porzky
v.l.n.r. (vorne): Sabine Jodeleit, Mechthild und Silke Heuser, Rita Lausberg, Sr. Antje Thielpage
Alle Bilder: Hella Katterfeld/DAHW

Mit einem Requiem in der St. Josefkirche nahm die große Gemeinde  ihres Freundeskreises  Abschied von Ruth Pfau. In der Predigt erinnerte  der Hauptzelebrant Pater Franziskus Berzdorf, Benediktiener und Aufsichtsratsmitglied der Ruth-Pfau-Stiftung, durch seine Auslegung des Evangeliums - Petrus geht über das Wasser - daran, wie sehr Ruth Pfau mit ihrem unerschöpflichen Gottvertrauen durch viele Gefahren gegangen ist und daraus neue Kräfte  für ihr Lebenswerk gewinnen konnte. Weitere Konzelebranten waren Pater Hans Ulrich Wilms, Arnsteiner Patres,  Bruder Gotthard Veith, Kapuziner und Diakon Tobias Wiegelmann.  Im Gebet und in der Stille sowie  meditativen Momenten, die musikalisch und mit Zitaten von Ruth Pfau durch Dieter und Ursula Stockhausen begleitet wurden, fand der Gedenktag seinen würdigen Abschluss.