01. Juli 2017

JB 2016 - Unterstützer gewinnen, um nachhaltig arbeiten zu können

Ursula Westermann ist wie viele andere Ehrenamtliche für die Arbeit der DAHW ein Fels in der Brandung. Ihr Engagement und das ihrer Mitstreiterinnen und Mitstreiter ist hervorragend.

In der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit & Fundraising der DAHW sorgen vier Teams dafür, dass die DAHW in Deutschland und darüber hinaus wahrgenommen wird und Menschen sich auf vielfältige Weise engagieren können.

Team Ehrenamt und Bildung

Auch wenn die etwa 1.600 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich landauf und landab zu „Initiativen zur Förderung der DAHW“ zusammengeschlossen haben, ihre Arbeit eigenständig organisieren, so freuen sie sich doch über die punktuelle Unterstützung durch die DAHW. Die Mitarbeiter informieren sie über die aktuellen Vorgänge in der weltweiten Arbeit der DAHW, unterstützen bei edarf Events oder regen zu neuen Aktionen an. Oft entstehen Freundschaften in dieser Zusammenarbeit. So gratuliert das Team genauso zum Geburtstag oder zur Geburt eines Kindes oder Enkels, wie es den letzten Weg „ihrer“ Ehrenamtlichen begleitet. Die Mitarbeiter sind Ansprechpartner in allen Fragen. Sie sorgen dafür, dass Spenden, die über die Initiativen eingehen, nachvollziehbar verbucht werden, und auch wenn es in der einen oder anderen Gruppe einmal „knistert“, sind sie zur Stelle und vermitteln.

Früh übt sich, wer einmal Unterstützer werden möchte. Und so gehen die Bildungsrefenten der DAHW in Schulen, berichten dort über die weltweite Arbeit und motivieren die Schüler und Lehrer, sich zu engagieren. Aus unzähligen Gesprächen weiß die DAHW, dass viele ihrer treuesten Spender und Aktivisten „damals in der Schulzeit“ von dieser Arbeit erfahren haben und seitdem dem Hilfswerk treu geblieben sind. Und da sie nicht in ganz Deutschland gleichzeitig unterwegs sein können, gibt es vom Team entwickeltes Bildungsmaterial, Filme und Aktionsvorschläge, die für sich sprechen.

Neben der Schularbeit ist das Team auf Bildungskongressen zum „Globalen Lernen“, begleitet Lehrer-Fortbildungen, ist auf den Bildungsmessen vertreten und erhebt in zahlreichen Netzwerken seine Stimme für die Opfer von Armutskrankheiten. Immer getreu dem Motto „Nur gemeinsam können wir die Welt bewegen“.

Team Spenderkommunikation

Vor einigen Jahren hat die DAHW das Team Spenderkommunikation gegründet. Mitarbeiter aus ehemals verschiedenen Fachabteilungen engagieren sich nun zusammen, wenn es darum geht, die umfangreichen Fragen und Anliegen von Spendern oder Interessenten zu bearbeiten. Diese profitieren maximal davon. Die so genannte „one desk policy“ überzeugt tatsächlich sofort, wenn Personen an „einem“ Schreibtisch eine befriedigende Antwort bekommen und nicht ein paarmal weitergeleitet werden müssen.

Und auch hier gibt es zusätzliche Spezialisierungen einzelner Mitarbeiter. Die einen kümmern sich verstärkt um das Bußgeldmarketing, andere sind geübter im Telefonieren, halten Kontakt zu Großspendern, die oft sehr spezifische Anliegen haben, und wieder andere kennen alle Möglichkeiten, die sich bei Anlassspenden bieten. Wer also zu seinem Geburtstag keine Geschenke haben möchte und stattdessen zu Spenden an die DAHW aufrufen möchte, wird hier bestens beraten.

Immer wieder ein Highlight und organisatorisch eine Herausforderung: „Keep on Rolling“ im unterfränkischen Karlstadt.

Team Fundraising und Kommunikation

Noch vor 25 Jahren hätte kaum jemand etwas mit dem Begriff „Fundraising“ anfangen können. Damals sammelte man Spenden, und jede Hilfsorganisation entwickelte „ihre“ Idee davon, wie das geht. Der Begriff „Fundraising“ kommt aus dem englischen Sprachraum, wo das Sammeln von allen denkbaren Ressourcen für einen guten Zweck eine längere Tradition hat als bei uns. Entsprechend gab es dort auch schon mehr Fachwissen dazu. Und gerade wenn man Spenden benötigt, muss man sehr sorgfältig damit umgehen. Denn was wäre schlimmer, als aus Unwissenheit Geld zu verschwenden, um weitere Spenden zu bekommen? Heute ist Fundraising kein Fremdwort mehr.

Es gibt den Berufsverband der Fundraiser, der mit rund 1.300 Mitgliedern (Stand Mitte 2016) europaweit der zweitgrößte Bundesverband seiner Art ist. Seit seiner Gründung im Jahr 1993 fördert der Deutsche Fundraising Verband e.V. den regionalen, nationalen und internationalen Informations- und Erfahrungsaustausch im Fundraising-Bereich, engagiert sich zu Fragen der Spendenethik und vertritt die Interessen des Fundraisings in Politik und Öffentlichkeit.

Und es gibt seit etwa 20 Jahren die Fundraising Akademie mit Sitz in Frankfurt. Seit ihrer Gründung wurden dort unzählige Fundraiser ausgebildet sowie „alte“ geschult. Die Akademie hat wesentlich zur Entwicklung im gemeinnützigen Sektor in Deutschland beigetragen. Inzwischen ist der Abschluss als Fundraising-Manager der Akademie oder als Fundraising-Referent eine Garantie, einen Arbeitsplatz zu finden.

Auch die DAHW hat sich kontinuierlich an dieser Entwicklung beteiligt. So zählen DAHW-Mitarbeiter regelmäßig zu den Fachreferenten auf dem Fundraising Kongress oder bei anderen Fortbildungen und schreiben an Fachpublikationen mit. Und inzwischen zählen sieben Mitarbeiter zu den Absolventen der Akademie.

Auch in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising haben sich Mitarbeiter spezialisiert. So gibt es hier Experten zum Thema Nachlassspenden oder zum Thema Unternehmenskooperationen sowie zum Thema Förderstiftungen. Und auch eine ausgebildete Mediengestalterin unterstützt die DAHW seit vielen Jahren, um den gestiegenen Ansprüchen im Bereich Grafik und Kommunikation gewachsen zu sein.

Im Einsatz beim Internationalen Kinderfest: Die fleißigen Losverkäufer.
Im Einsatz beim Internationalen Kinderfest:
Die fleißigen Losverkäufer.
Foto: Judith Mathiasch / DAHW

Team Online/Offline

Und wie die Welt, ihre Technik und Kommunikation sich schneller entwickeln als man es selber noch nachhalten kann, hat sich auch der Bereich der PR- und Presse-Arbeit stark geändert. Im Jahre 2016 hat sich die DAHW entschieden, zu den bestehenden Pressereferenten eine Mitarbeiterin für den Internetauftritt und den Onlinebereich sowie einen Experten für den Bereich Social Media hinzuzufügen.

So ist ein neues Team entstanden, das derzeit noch unter dem Arbeitstitel „Online/Offline Kommunikation“ agiert. Menschen informieren sich zunehmend auf „ihren Kanälen“. Neben den klassischen Formen wie TV, Zeitung und Hörfunk, die vom Team regelmäßig mit aufbereiteten, passgenauen Informationen versorgt werden, hat das Internet in den letzten fünf Jahren unendlich viele neue Kanäle ermöglicht. Und auch die DAHW ist diesen Weg mitgegangen, um mit ihren bestehenden und potenziellen Spendern „sprechen“ zu können.

Nachdem es schon fast von Anfang an eine Webseite gab, die kontinuierlich erneuert wurde, kann heute jeder, der Lust hat, der DAHW auch auf Facebook, Twitter, Instagram und YouTube „folgen“. Weitere Kanäle zeichnen sich ab. Die DAHW wird dranbleiben!