21. März 2017

Lepra heute immer noch aktuell

Während der Rede von Minister Schmeltzer.

60 Jahre DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe und 45 Jahre NRW-Stiftung zur Förderung der Leprahilfe waren zwei gute Gründe zu feiern.

Während der Rede von Minister Schmeltzer. Foto: Michael Röhm / DAHW

Jubiläum

Zu diesem Anlass folgten am 20. März 2017 der Einladung von Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Sozialminister Rainer Schmeltzer neben der Präsidentin der DAHW, Gudrun Freifrau von Wiedersperg, dem Vorstandmitglied Jochen Schroeren aus Viersen und Frau Monika Huesmann, Mitglied im Aufsichtsrat der DAHW, auch viele Ehrenamtliche aus Nordrhein-Westfalen um in  einem der Konferenzsäle im Landtag in Düsseldorf zu feiern.

Projektförderung

In einer kurzen Bildpräsentation wurde eines der zuletzt geförderten Projekte das die Stiftung unterstützte von Michael Röhm, Bildungsreferent in der Zentrale in Würzburg, vorgestellt. Es handelte sich um das Projekt „Talking Health“, ein neuer Ansatz, bei welchem über einen Radiosender Informationen vermittelt und Aufklärung betrieben wird. Auch Einsatzorte der mobilen Klinikeinheiten werden so über den Äther gesandt. Besonders erfolgreich waren die Sendezeiten, in denen ehemalige Patienten als Gesprächspartner zur Verfügung standen und live am Telefon von ihren Erfahrungen berichteten und auf Zuhörerfragen Antwort gaben.

Ehrenamt

Die VertreterInnen der vielen für die DAHW in NRW ehrenamtlich Aktiven berichteten von ihren vielfältigen alten und neuen Erfahrungen die sie im Zuge der oft jahrzehntelangen Arbeit machen durften. Frau Cäcilia Malsbender konnte gar vom Gründungsakt von vor 45 Jahren berichten, da sie damals als Vertreterin für die Ehrenamtlichen mit dabei war. Es gab Berichte über Aktionen wie die Weihnachtsbaumaktion in Meinerzhagen durch Herrn Joachim Piel oder über Briefmarkenaktionen durch Herrn Peter Klein aus Hilden. Frau Marita Rattmann konnte über einen gelungenen Generationenwechsel ihrer Gruppe in Straelen berichten. Dort – wie auch in manch anderen Orten – wird die Unterstützungstätigkeit für die DAHW in der nächst jüngeren Generation weitergeführt.

Aussicht und Dank

In seiner Rede ging Minister Schmeltzer auf die Tatsache ein, dass weder Lepra, noch Tuberkulose, noch andere Krankheiten der Armut eliminiert werden konnten und die Arbeit der DAHW wohl auch weiterhin notwendig und förderungswürdig bleibt. Er gab die Zusage, dass die Stiftung auch in den kommenden Jahren ihre Erträge für die Leprarbeit zur Verfügung stellen wird. Im Laufe der vielen Jahren wurden über die Stiftung fast 2 Millionen Euro an die DAHW überwiesen. Gudrun, Freifrau von Wiedersperg dankte am Ende der Veranstaltung Herrn Minister Schmeltzer für die Einladung für diese Feierstunde, wie auch für die jahrzehntelange Unterstützung und bat um Übermittlung des Dankes auch an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Den Dank formulierte sie auch an die anwesenden VertreterInnen der nordrhein-westfälischen Ehrenamtsgruppen und bat auch diese den Dank mit zurück zu nehmen in die Gruppen. Mit einem Imbiss im Foyer klang die Feier bei guten Gesprächen aus.

Nach oben