15. Mai 2020

News aus den DAHW-Länderbüros

In vielen DAHW-Einsatzregionen konnten wir bereits Hilfsmaßnahmen umsetzen, um unseren Mitarbeiter*innen und Projekt-Begünstigten in der Covid-19-Krise bestmöglich beizustehen.

Im engen Austausch mit den Länderbüros und unseren lokalen Partnerorganisationen arbeiten wir mit Hochdruck an Lösungen, um trotz Ausgangssperren, überlasteter Gesundheitsstationen, fehlender Schutzausrüstung und weiterer widrigster Umstände die Versorgung der Menschen in unseren Projekten aufrechtzuhalten.


Afghanistan

Bereits im Februar hat die DAHW zusammen mit der afghanischen Partnerorganisation LEPCO eine Workshopreihe in acht Kliniken für rund 80 medizinische und paramedizinische Mitarbeiter*innen durchgeführt, um das Gesundheitspersonal auf die Anforderungen in der Corona-Krise vorzubereiten und Kapazitäten aufzubauen. Mehr dazu.

Äthiopien

Die DAHW Äthiopien setzt sich für eine Verminderung der Auswirkungen von COVID-19 auf die extrem armen Menschen und Menschen mit Behinderungen in Leprakolonien in Kuyera und Bisidimo ein. 1.200 Hauhalte wurden mit Sanitärprodukten, Reis und Öl versorgt. 2.000 Haushalte erhielten eine Notversorgung mit Nahrungsmitteln.

Lepra-Krankenhäuser wurden mit Schutzausrüsting wie z. B. Gesichtsmasken, langarmige Schutzkittel, Schutzbrillen und Handschuhe und Infrarot-Fieberthermometer ausgestattet. Die zuständigen Gesundheitszentren werden beim Covid-19-Screening unterstützt, freiwillige Helfer*innen werden ausgebildet, um innerhalb der von Lepra betroffenen Bevölkerung und Gemeinschaften über Corona und die Präventionsmaßnahmen aufzuklären.

Bolivien

Die Kolleg*innen der DAHW in Bolivien kümmert sich in der aktuellen Situation vorrangig um die medizinische Versorgung, wo sie besonders notwendig ist. Zudem werden Nahrungsmittel und persönliche Schutzausrüstung verteilt.

Brasilien

In Brasilien werden Informationsvideos in indigenen Sprachen über das neuartige Coronavirus und die Covid-19-Pandemie erstellt: Über dieses Medium soll die indigene Bevölkerung über Ausbreitung, Übertragungswege, erforderliche Schutzmaßnahmen und die Notwendigkeit von "Social Distancing" informiert werden, um die Infektionsketten zu unterbrechen.

Indien

Am 5. April hat die Regierung in Indien quasi über Nacht den Lockdown ausgerufen, was viele Wanderarbeiter von ihren Familien auf dem Land abschottet und auch die, die ihre Familien bei sich haben, in Bedrängnis bringt. Um die Not ein bisschen zu lindern, haben Mitarbeiter*innen der German Leprosy and Tuberculosis Relief Association GLRA India in New Delhi spontan Nahrungsmittel verteilt. Mehr dazu.

Kolumbien

Auch die DAHW Kolumbien hat kurzfristig Nahrungsmittel-Pakete für 300 Familien zur Verfügung gestellt. Diese Pakete enthalten hauptsächlich Getreide, Bohnen, Milch und Dosennahrung.

Nigeria

Um entlegene Gemeinden zu erreichen, verbreitet DAHW Nigeria mithilfe von Lautsprechdurchsagen wichtige Informationen über Corona-Symptome und -Schutzmaßnahmen sowie über die Wichtigkeit, laufende Therapien fortzuführen. Über Radiosender werden Aufklärungsspots ausgestrahlt und in eigens organisierten Radiosendungen beantworten medizinisches Personal der DAHW, betroffene Patient*innen und Menschen mit Behinderungen den Hörer*innen Fragen rund um Covid-19. Mehr dazu.

Pakistan

Die Hauptstadt Karachi ist weitestgehend durch die Ausgangsperre geschlossen, dadurch sind bei unserer Partnerorganisation MALC alle Aktivitäten wie Ambulanz, Sprechstunden und Operationen ausgesetzt. Eine kleine Gruppe ist als Notfalltruppe für die notwendige Ausgabe von Medikamenten an die Lepra- und Tuberkulose-Patient*innen in den Kliniken außerhalb der Stadt unterwegs. Das Krankenhaus in Rawalpindi hat mit der Gesundheitskommission der Punjab Region vereinbart, dass keine Corona-Patient*innen aufgenommen werden, um sich verstärkt um die Tuberkulose-Patient*innen kümmern zu können. Lepra-Fallsuchen sind zur Zeit nicht möglich, die Mitarbeiter*innen liefern aber Medikamente aus, damit die Patient*innen ihre Behandlung fortführen.

Tansania 

Menschen mit Behinderungen und ehemaligen Tuberkulose-Patient*innen werden durch die DAHW Tansania präventive COVID-19-Maßnahmen vermittelt – korrektes Händewaschen, Tragen einer Gesichtsmaske sowie "Social Distancing"-Praktiken. Sie erhalten persönliche Schutzausrüstung wie Seife, Waschwannen, Masken, Desinfektionsmittel, Handschuhe und Handspender. Um den Kontakt zu unseren Patient*innen zu halten und sie während der oft schwierigen Behandlung trotz Distanz zu unterstützen, setzen wir vermehrt moderne Kommunikationstechnologien ein. 30 Radio-Spots und -Programme werden zur Aufklärung über vier lokale Radiosender gesendet. Ferner organisiert die DAHW Tansania Trainings zur Herstellung von Baumwoll-Masken für den Selbstschutz und für den Verkauf.Ergänzend wird Informationsmaterial über schützende Corona Virus-Maßnahmen gedruckt und verteilt.

Togo

Aufgrund der beengten und unhygienischen Verhältnisse in Gefängissen ist hier eine Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie Covid-19 oder auch Tuberkulose besonders wahrscheinlich. Um dem in den 13 togoischen Zivilgefägnissen entgegenzuwirken hat die DAHW gemeinsam mit mehreren lokalen Partnern ein kurzfristiges Nothilfeprojekt gestartet, das zum größten Teil mit Mitteln der Europäischen Union finanziert wird. Es soll nicht nur zur Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen, sondern die Gesundheitssituation der Insassen und des Personals allgemein verbessern.Mehr dazu.

Uganda

In Uganda organisieren wir gemeinsam mit den Distrikt-Verantwortlichen zu Lepra und Tuberkulose gesonderte Medikamenten-Transportdienste, um Patient*innen zuhause zu versorgen.


Helfen Sie uns, zu helfen!

Auch wenn wir in Sorge um unser eigenes Wohl sind, dürfen wir die Menschen in anderen Ländern nicht vergessen.


Die DAHW weltweit

Aktuell ist das Würzburger Hilfswerk in 20 Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika im Einsatz.