05. Dezember 2018

Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember: Millionen helfende Hände

Ehrenamtliche sind für Hilfswerke wie die DAHW wichtige Stütze

(Würzburg, 4. Dezember 2018) – Sie sind eine wertvolle Stütze der Gesellschaft und leisten unersetzliche Dienste für die Allgemeinheit: Ehrenamtliche. Mehr als 31 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich laut eines Berichtes der Bundesregierung unentgeltlich in Vereinen, Initiativen und karitativen Einrichtungen – sei es durch eigene Hände Arbeit, das Organisieren von Veranstaltungen oder das Sammeln von Spenden. Gemeinnützige Organisationen benötigen diese Zuwendungen, um ihre Arbeit zu finanzieren. „Seit der Gründung im Jahr 1957 wird unser weltweiter Einsatz gegen Krankheiten der Armut überhaupt erst durch Spendengelder möglich“, weiß Burkard Kömm, Geschäftsführer der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V. Den Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember nimmt die DAHW traditionell zum Anlass, um hierfür Danke zu sagen.

Sei es durch das Aufstellen und Betreuen von Spendendosen, das Organisieren und Durchführen von Basaren und Flohmärkten, Sport- und Sponsorenveranstaltungen, Charity-Events oder anderen Aktionen: Millionen Menschen deutschlandweit machen sich viel Mühe und Arbeit, um Gelder für Hilfsorganisationen, Sozialinitiativen und -vereine zu sammeln. Auch für die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V. sind tausende Menschen aktiv. „Dass im Durchschnitt der letzten drei Jahre jährlich rund 6,8 Millionen Euro an Spenden bei uns eingingen, ist auch ihrem unermüdlichen und kreativen Einsatz zu verdanken“, stellt DAHW-Geschäftsführer Burkard Kömm fest. „Dadurch tragen sie wesentlich dazu bei, dass wir uns weltweit für Menschen einsetzen können, die von Tuberkulose, Lepra oder anderen vernachlässigten Tropenkrankheiten und ihren Folgen wie Behinderung und Ausgrenzung betroffen sind.“

Mit bestem Beispiel vorangehen

„Manchmal engagieren sie sich einmalig für den guten Zweck – manchmal sind sie seit Jahrzehnten aktiv“, weiß Beate Gemballa, bei der DAHW für den Bereich Ehrenamt verantwortlich. „Aktuell betreuen wir in Deutschland über 200 Initiativen zur Förderung der DAHW und viele weitere Freiwillige, die sich im privaten oder kirchlichen Bereich für die Menschen in unseren weltweiten Projekten engagieren. Zum Teil gibt es sie solange wie die DAHW.“ Oft sei die Motivation eine tiefe Überzeugung, dass das Engagement nicht vor der eigenen Türe aufhören dürfe, sondern gerade auch die Menschen erreichen sollte, die mit Armut, Krankheit und Ausgrenzung leben müssen. „Diese Ehrenamtlichen sind unsere Vertreterinnen und Vertreter in den Regionen“, ergänzt Gemballa. „Mit ihrer Leidenschaft und ihrem Tatendrang bringen sie Freunde, Familie und ganze Gemeinden dazu, mitzuhelfen.“

Jede Hilfe zählt …

Der Internationale Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember ist für die DAHW seit jeher nicht nur ein Anlass, allen Unterstützerinnen und Unterstützern Danke zu sagen. Die Organisation nützt diesen Tag auch, um zu weiterem ehrenamtlichen bzw. bürgerschaftlichen Engagement aufzurufen. „Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, einen wertvollen Beitrag für die Gesundheit von Menschen weltweit zu leisten“, stellt Beate Gemballa fest. „Das kann ein Stand beim nächsten Straßenfest sein, bei dem selbst hergestellte Dinge wie Handarbeiten oder Kunstwerke angeboten werden, oder das Aufstellen von Spendendosen in Geschäften und Apotheken.“ Oft werde der Welt-Lepra-Tag in Gottesdiensten aufgegriffen und die Kollekte dann zugunsten von Leprakranken gespendet, oder es werde eine Aktion im Anschluss durchgeführt. Ein Benefizkonzert oder Sponsorenlauf seien ebenfalls beliebte Aktionen. „Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt“, sagt Gemballa. „Wir sind für jeden einzelnen Euro dankbar, der uns hilft, mit unseren Projekten die Not der Schwächsten der Schwachen auf dieser Welt zu lindern.“

Jetzt selbst aktiv werden

Wer Lust hat, selbst die Initiative zu ergreifen, kann direkt Kontakt mit der DAHW aufnehmen (Telefon 0931 / 7948-131, E-Mail beate.gemballa@dahw.de). Informations-, Bildungs- und Aktionsmaterial wie beispielsweise Plakate, Flyer, Filme oder Sammeldosen kann für den Einsatz zugunsten der DAHW kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Beate Gemballa: „Wir beraten bei der Entwicklung von Ideen, geben Hinweise zu rechtlichen Vorschriften oder vermitteln Kontakte zu erfahrenen Ehrenamtlichen und Ehrenamtsgruppen vor Ort.“ Referentinnen und Referenten können für Vorträge oder den Einsatz in Schulen gebucht werden. “Je nach Absprache liefern sie einen entwicklungspolitischen Input oder bringen sich bei Aktionen thematisch passend ein.“