Dr. Joseph Chukwu - Arzt aus Leidenschaft

Nigeria: Dr. Joseph Chukwu medizinischer Berater der DAHW in Nigeria

Der im Tuberkulose Hochrisiko-Land Nigeria, ansässige Arzt und medizinische Berater der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe hat ein klares Ziel: Menschen von Tuberkulose und anderen Krankheiten der Armut zu heilen.


Als medizinischer Berater der DAHW in Nigeria kämpft Dr. Joseph Chukwu Tag für Tag im Krankenhaus „Mile 4“ in Abakaliki gegen eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten, die weltweit die meisten Todesopfer fordert: Tuberkulose (TB). Das große Ziel, Patienten von Tuberkulose zu heilen, sie vor dem sicheren Tod oder der sozialen Ausgrenzung zu retten, hat er stets vor Augen. Auch seine eigene Geschichte spielt eine tragende Rolle. Auslöser für sein Medizinstudium waren nicht zuletzt seine eigenen Kindheitserinnerungen: „Als Jugendlicher habe ich den Biafra-Krieg und die darauf folgende Hungersnot erleben müssen. Die ausgemergelten Patienten heute sehen genau so aus wie die vielen Menschen, die ich damals habe sterben sehen – genau hier, im Zentrum des damaligen Biafra.“

Der Kampf gegen eine tödliche Mischung

Die Tuberkulose schwächt den Körper so sehr, dass die Patienten oft noch an weiteren Krankheiten leiden. Besonders gefährlich ist die gleichzeitige Erkrankung an TB und HIV-Aids, eine Kombination von zwei jeweils für sich schon tödlichen Krankheiten. „Wir müssen diese Patienten hier zunächst einmal aufpäppeln“, sagt Dr. Chukwu und sieht dabei die Probleme: „Diese Menschen mit ihren bis auf Äußerste geschwächten Körpern benötigen ein Vielfaches an Pflege, spezielle Ernährung und Medikamente. Aber wir können diese Menschen doch nicht einfach sterben lassen!“

Die Heilung der Patienten birgt große Herausforderungen

12 Tabletten pro Tag müssen die Patienten mit einer TB-HIV-Koinfektion einnehmen, um überhaupt eine Überlebenschance zu haben. Die vorhandenen und bezahlbaren Medikamente fügen in ihrer Kombination den Körpern oftmals Schäden zu. Denn die bezahlbaren Medikamente der Standardtherapien sind schon sehr alt und gehen mit zahlreichen Nebenwirkungen einher. Die Preise für moderne Medikamente mit besseren Verträglichkeiten hingegen werden durch Patentierungen künstlich hochgehalten, so dass sie für Menschen in Nigeria fast unerschwinglich sind. Dr. Joseph Chukwu leitet nun in der nigerianischen Provinzhauptstadt Enugu ein von der DAHW unterstütztes Forschungsprojekt zur Reduzierung dieser Unverträglichkeiten sowie der Anzahl von Tabletten bei der Standardtherapie.

Angewiesen auf Spenden

„Wir können als kleine Hilfsorganisation in Nigeria allerdings nicht die gesamte finanzielle Last dieser Forschung tragen“, so Dr. Chukwu. Mit Ihrer Spende können auch Sie einen erheblichen Teil dazu beitragen, dass Dr. Chukwu und sein Team den Kampf gegen TB, Lepra, HIV und weitere Krankheiten der Armut nicht aufgeben und womöglich eines Tages als Sieger hervorgehen werden.


Fragen an Dr. Chukwu, Medizinischer Berater DAHW

Selbsthilfe stärkt ein ganzes Lepradorf - Nigeria

Mile 4 - von der Leprastation zum allgemeinen Krankenhaus