ILEP-Mitglieder bei der Generalversammlung 2015 in Würzburg.
ILEP-Mitglieder bei der Generalversammlung 2015 in Würzburg.
Foto: Judith Mathiasch / DAHW

Gutes Netzwerken gehört seit eh und je zu den Erfolgsfaktoren eines jeden, der viel bewegen möchte. Die DAHW hat dies von Anfang an erkannt. So war sie bereits in den 1960er-Jahren maßgeblich am Aufbau der ILEP, dem internationalen Zusammenschluss der Leprahilfswerke beteiligt. Und auch heute ist die DAHW durch ihren Geschäftsführer Burkard Kömm dort im Vorstand vertreten.

Als es um die noch ungelösten medizinischen Fragen zur Lepra ging, hat die DAHW auf Netzwerke gesetzt. Sie war Mitbegründerin der Lepra-Forschungsinitiative LRI (Leprosy Research Initiative), gemeinsam mit Netherlands Leprosy Relief (NLR), American Leprosy Missions (ALM), effect:hope (The Leprosy Mission Canada) und The Leprosy Mission International (TLMI), England. www.leprosyresearch.org

Welche Kraft Netzwerke entwickeln können, zeigten die Reden der Laudatoren bei der dritten Verleihung des ebenfalls von der DAHW mitbegründeten Memento-Preises zur Erforschung vernachlässigter Krankheiten in der Berliner Charité. Den beteiligten Organisationen ist es binnen weniger Jahre gelungen, maximale Aufmerksamkeit zu erzielen und ein Thema zu besetzen, das einfach besetzt werden musste.

Gleichermaßen gehört die DAHW zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Netzwerks gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (DNTDs). Die Idee zu dieser gemeinsamen Plattform entstand nach einem Workshop von Experten für globale Gesundheit und Vertretern pharmazeutischer Unternehmen nach dem Jahr 2012, als die London Declaration on Neglected Tropical Diseases entstand. Es geht dem Netzwerk um eine bessere Zusammenarbeit der Akteure und ein stärkeres Engagement des privaten Sektors bei der Bekämpfung vernachlässigter Tropenkrankheiten (NTD).

Ähnlich verhält es sich beim Stop-TB Forum. Zwar war die DAHW schon lange Mitglied in der internationalen „Stop-TB Partnership“, jedoch fehlte noch eine Verknüpfung der Interessen in Deutschland. Diese Lücke wurde vor vielen Jahren mit dem Stop-TB Forum geschlossen. Es ist heute die Lobby-Plattform der deutschen Stakeholder für die weltweite Bekämpfung der TB.

Hinzu kommen Netzwerke zu den unterschiedlichsten Fachthemen, genauso wie VENRO, der 1995 gegründete Dachverband der entwicklungspolitischen und humanitären Nichtregierungsorganisationen (NRO) in Deutschland, bei dem die DAHW in vielen Fachgremien und Arbeitsgruppen vertreten ist.

Besonders hervorheben möchten wir das Engagement der DAHW im Bündnis Entwicklung hilft (BEH). Das BEH ist ein Zusammenschluss der Hilfswerke Brot für die Welt, Christoffel-Blindenmission, DAHW, Kindernothilfe, medico international, Misereor, terre des hommes, Welthungerhilfe sowie der assoziierten Mitglieder German Doctors, Oxfam und Plan International. Es gründete sich nach dem Tsunami im Jahr 2004, um Kräfte zu bündeln und ein schnelles und effektives Handeln vor Ort zu ermöglichen.

Nachdem die DAHW im BEH lange Jahre lediglich assoziiertes Mitglied war und im Fall von Katastrophen in den Partnerländern Anträge an das BEH stellte, ist sie seit 2016 ein Vollmitglied.

Kurzum, die Liste ist lang und der Nutzen groß. Natürlich muss sich auch die DAHW immer wieder neu fragen, wo sie Schwerpunkte setzt, denn ihre Ressourcen sind nicht unerschöpflich. Nur netzwerken bringt sie weiter, denn daraus erwächst eine Kraft, die die DAHW alleine niemals entwickeln könnte. Und die Ergebnisse helfen den Menschen, die Opfer von Armutskrankheiten geworden sind.

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