Indien - Die Kinder vom Müllberg brauchen Hilfe!

Die Kinder vom Müllberg in Indien brauchen Hilfe! Foto: DAHW/Ursula Meissner

Fast 20 Mio. Menschen leben derzeit in Delhi, mehr als die Hälfte davon in Slums ohne Trinkwasser-Versorgung und ohne Entsorgung von Abwasser oder Müll.


Erschreckendes Elend

50 indische Rupies – weniger als 1 Euro – pro Tag können diese Menschen mit Müllsammeln verdienen. Das aber auch nur, wenn sie genügend Verwertbares finden. Wenn die Kinder den ganzen Tag lang mit-arbeiten, reicht es für eine Familie gerade, um satt zu werden.

Meistens aber bekommen die Müllsammler deutlich weniger. So bleiben abends viele Mägen leer.

Tuberkulose – Geißel der Armen

Der tägliche Kontakt mit giftigen Materialien und den vielen Erregern im Müll macht die Sammler krank und schwächt sie. Viele erkranken an Tuberkulose. Ohne unsere Hilfe sterben sie.

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Indien - Kinder vom Müllberg brauchen Hilfe!

Indien - Kinder vom Müllberg brauchen Hilfe!

Die Müllsammler von Delhi

Fast 20 Mio. Menschen leben derzeit in Delhi, mehr als die Hälfte davon in Slums ohne Trinkwasserversorgung und ohne Kanalisation. Täglich kommen ca. 5.000 neue Zuwanderer in die Stadt. Viele landen in den Slums. Dort leben auch die „Dalit“, die „Unberührbaren“ des an sich seit vielen Jahren abgeschafften indischen Kastensystems.

Die „Dalit“ leben am Fuß des Müllbergs in Behausungen, die sie aus Abfall gebaut haben. Für mühsam gesammeltes Holz, Metall, Plastik, Papier oder Stoffe bekommen sie von den Händlern ein paar Rupies.

Was auf dem Müllberg landet, wurde zuerst in der Stadt von den „bessergestellten“ Sammlern durchsucht. Doch die „Dalit“ haben keine andere Chance, als diesen Müll nochmals nach Verwertbarem zu durchwühlen. Für sie bleibt nur ein spärlicher Rest.

Insgesamt soll es allein in Dehli rund 150.000 Müllsammler geben. 

Dr. Abbas bei seinen Schützlingen im Slum. Foto: DAHW/Jochen Hövekenmeier

Dr. Abbas bei seinen Schützlingen im Slum. Foto: DAHW/Jochen Hövekenmeier

Dr. Abbas vertrauen die Menschen im Slum

„Fremde sind früher schon viele hier gewesen“, erzählt die 8-jährige Mamata, „aber geholfen hat keiner von denen.“ „Außer Doktor Abbas“, wirft ihr Bruder Batna ein: „Das ist der Einzige, der immer wieder zu uns kommt.“ „Ja, außer Doktor Abbas“, stimmt Mamata ihm zu.

Ohne Dr. Abbas, dem Arzt der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe, würde Mamata heute nicht mehr leben. Das hat ihr Vater gesagt, als sie ihn vor ein paar Wochen gefragt hat, warum sie denn weiter diese scheußlichen Medikamente nehmen müsse. Schließlich gehe es ihr doch schon besser.

Kinder in den Slums Delhi - sie brauchen unsere Hilfe besonders! Foto: DAHW/Jochen Hövekenmeier

Kinder in den Slums Delhi - sie brauchen unsere Hilfe besonders! Foto: DAHW/Jochen Hövekenmeier

Betreuung der TB-Patienten ist lebensnotwendig

Nach sechs bis acht Wochen Therapie sind die schlimmsten Symptome der Tuberkulose verschwunden. Das ist die gefährlichste Zeit für die Patienten: Denn die Krankheit ist noch lange nicht besiegt. Mindestens noch weitere sechs Monate müssen die Kranken die lebensrettenden Medikamente einnehmen, bevor alle TB-Bakterien abgetötet sind. Brechen sie jetzt die Therapie ab, können die überlebenden Bakterien Resistenzen entwickeln. Dann wirken die normalen Medikamente nicht mehr.

Einfache aber funktionierende Schule. Foto: DAHW/Jochen Hövekenmeier

Eine einfache aber funktionierende Schule für die Kinder vom Müllberg

Medizinische Hilfe allein ist nicht genug Dr. Abbas Bemühungen gehen weit über die medizinische Hilfe hinaus: „Die Kinder sollen eine Schule besuchen, damit sie künftig nicht mehr im Müll arbeiten und leben müssen.“ Deswegen hat der Arzt Sozialarbeiter zum Müllberg mitgebracht – Helfer von Partnerorganisationen, mit denen die DAHW oft zusammen arbeitet. Ohne Dr. Abbas, ohne seine Ausdauer der vergangenen Jahre, ohne das Vertrauen zu ihm, würden die Menschen vom Müllberg diese Helfer aber nicht in ihrer Nähe dulden.

Gesundheit und Hoffnung

Dr. Abbas setzt verstärkt auf Aufklärung, auch wenn es bei den Kindern besonders schwierig ist: „Die Medizin schmeckt fürchterlich“, meint Mamata, aber jetzt weiß sie: „Davon werde ich wieder ganz gesund.“


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Tuberkulose in Slum - Gemeindenahe standardisierte Behandlung