Das Leprosy Relief Rural Center in Chettipatty, Indien. Cheety, 80, Leprapatient benutzt die Klinik als Referenzzentrum. Nachdem er mit seinem Walker eine halbe Stunde zur Klinik gelaufen ist bringt ihm Perumal Wasser  zum Trinken.
Das Leprosy Relief Rural Center in Chettipatty, Indien. Cheety, 80, Leprapatient benutzt die Klinik als Referenzzentrum. Nachdem er mit seinem Walker eine halbe Stunde zur Klinik gelaufen ist bringt ihm Perumal Wasser zum Trinken.
Foto: Bernd Hartung / DAHW

Bei der Krankheit Lepra handelt es sich um eine chronische Infektionskrankheit.

Der Erreger, das Mycobacterium leprae, befällt Haut, Nervensystem und selten auch andere Organe. Als direkte Folge werden vor allem Hände und Füße gefühllos und es treten Lähmungserscheinungen auf. An diesen tauben Gliedmaßen verletzen sich Patienten, ohne es zu merken. Daraus entstehen chronische Entzündungen, die zu den für Lepra typischen Behinderungen führen. Die Übertragungswege konnten bis heute nicht eindeutig identifiziert werden, größtenteils erfolgt die Ansteckung über Tröpfcheninfektion.

Die Letalität, also „Tödlichkeit“, der Erkrankung ist vergleichsweise gering. Ursprünglich wurde Lepra mit „Aussatz“ bezeichnet, da die Kranken aus Angst vor Ansteckung von menschlichen Siedlungen vertrieben wurden und somit „ausgesetzt“ waren. Auch die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe wurde einst als Deutsches Aussätzigen-Hilfswerk (DAHW) gegründet.