Ruth-Pfau-Stiftung

Gemeinsame Stärken nutzen

Durch die, im Jahre 1996 von der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe ins Leben gerufene, Ruth-Pfau-Stiftung bekommt die Arbeit in Pakistan, die zu einem großen Teil durch die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe finanziert wird, ein weiteres Standbein. Es ist der erklärte Wille der Namensgeberin, mit dieser Stiftung vorrangig die über Jahrzehnte sehr mühsam aufgebaute Arbeit in Pakistan zu sichern. Die Stiftung profitiert von der jahrzehntelangen Erfahrung der DAHW im Bereich der weltweiten Projektförderung. Gemeinsam gehen Stiftung und Hilfswerk in die Zukunft. Sie bilden die Garanten für eine solide, zukunftsfähige Entwicklungsarbeit in Pakistan und bei Bedarf auch in anderen Ländern.


Ruth Pfau - Mutter der Leprakranken

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Die Arbeit von Dr. Pfau sollte langfristig, auch über ihren Tod hinaus, gesichert werden. Das Grundstockvermögen bei der Gründung betrug 500.000 D-Mark, also 255.645,94 Euro. Durch zahlreiche Zustiftungen hat sich dieser Betrag über die Jahre enorm erhöht. Zum Stichtag 31.12.2017 betrug das Grundstockvermögen der Ruth-Pfau-Stiftung 5.871.894,62 Euro. Hinzu kommen bedingte Schenkungsfonds, eine gesetzlich vorgeschriebene Kapitalerhaltungsrucklage zur Sicherung des Grundstockvermögens (Inflation etc.), sonstiges Stiftungsvermögen und Rückstellungen, die aktuell nicht als Bestandteil des Grundstockvermögens betrachtet werden dürfen, gleichwohl sie diesem irgendwann einmal fest zufließen werden. So kommt die Ruth- Pfau-Stiftung auf den stolzen Betrag von 7.640.527,63 Euro, mit dem sie arbeiten kann. Das Jahresergebnis ermöglicht es der Stiftung, im Jahr 2018 dem MALC 400.000 Euro zur Sicherstellung seiner Kernaufgaben überweisen zu können.

Neben Tuberkulose und Lepra stehen auch in Pakistan weitere vernachlässigte Krankheiten im Fokus. Die Teams betreiben Aufklärungsarbeit und, wo notwendig, gemeindenahe Rehabilitation, um den Menschen ein Leben in Selbstbestimmung und Menschenwürde zu ermöglichen. Die Ruth-Pfau-Stiftung hilft wesentlich dabei, die Fortführung der Arbeit von Dr. Pfau und ihrem Team zu sichern.

Dr. Ruth Pfau hatte schon frühzeitig die Geschicke der Organisation in die Hände ihres langjährigen Vertrauten Mervyn Lobo Ruth-Pfau-Stiftung gelegt. Einstimmig wurde im Oktober 2017 Mervyn Lobo auch als Nachfolger der am 10. August 2017 verstorbenen Stiftungsgründerin für den ehrenamtlichen Stiftungsrat in der Ruth-Pfau-Stiftung benannt. Stiftungsrat und Stiftungsvorstand freuen sich sehr über diese Entscheidung, da die spezielle Verbindung der Stiftung zum MALC und zum gesamten Lebenswerk von Dr. Ruth Pfau durch diese persönliche Verbindung nachhaltig gestärkt worden ist.